Gefühle und Erinnerungen in Bildern

Von: sza
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In der Ausstellung „Schauen und sehen“ präsentiert Valentina Markus (links) Ölgemälde wie „Frühling Engel“ und Eleonora Konnik (rechts) zeigt Gelstift-Zeichnungen von beispielsweise Schmetterlingen und Muscheln. Foto: Sandra Ziemons

Eschweiler. Unter dem Titel „Schauen und sehen“ stellen die Künstlerinnen Valentina Markus und Eleonora Konnik seit dem vergangenen Wochenende in der Galerie Kunstwerkstatt im Hauptbahnhof ihre Werke aus. Dabei überzeugen die Ukrainerin und Russin jeweils mit unterschiedlichen Techniken, Formaten und verschiedenen Motiven sowie dem gemeinsamen Anliegen, mit ihren Bildern Gefühle und Erinnerungen hervorzurufen.

„Man kann Dinge anschauen, ohne sie wirklich zu sehen“, sagt Eleonora Konnik. Mit ihren Werken wollen Valentina Markus und sie genau das Gegenteil bewirken: Die Menschen zum Nachdenken anregen, ihnen die Gefühle vermitteln, die zur Erstehung der Bilder beitrugen. Die Betrachter sollen die Bilder richtig „sehen“.

Valentina Markus und Eleonora Konnik verbindet nicht nur die Liebe zur Kunst, sondern seit über acht Jahren auch eine enge Freundschaft. Kennengelernt haben sie sich bei einer Ausstellung in der Galerie Kunstwerkstatt von Alexander Göttmann. Bei ihm nimmt Eleonora Konnik auch Unterricht und er stellt nun den beiden Künstlerinnen seine Galerie für die Ausstellung ihrer Werke zur Verfügung.

Als Diplom-Kunstlehrerin gestaltet Valentina Markus ihre Gemälde mit akademischen Techniken, wie beispielsweise der Levkas- und Ikonen-Technik. Sie malt mit Ölfarben auf Leinwänden, teilweise auch beklebt mit weiteren Stoffen und anderen Materialien. Für ihre Werke nutzt sie mittlere und große Formate von 50 mal 40 Zentimetern bis hin zu 120 mal 100 Zentimetern.

Auf den meisten ihrer Bilder, die sie sowohl mit hellen als auch dunklen Farben und in altertümlicher Art bearbeitet, sieht man menschliche Gesichter in ungewöhnlichen Formen vor wechselnden Hintergründen. Hinter vielen ihrer Gemälde steckt zudem eine besondere Geschichte: Valentina Markus verarbeitete unter anderem Eindrücke von einem Besuch in Kiew oder auch Träume und sogar historische Figuren in ihrer Malerei.

Ihre Werke tragen Titel wie „Frühling Engel“, „Fliegen über uns, Kinder und Krieg“, oder auch „Der Prinz von Kiew“. Eines der Highlights ihrer Werke ist ein Triptychon bestehend aus den Werken „Arche Noah“, „Rückseite des Mondes“ und „Und das Schiff fährt weiter“. Die gebürtige Ukrainerin lebt seit 20 Jahren in Deutschland und ist hauptberuflich Künstlerin. Sie malt bereits seit ihrer Kindheit und hat schon – teilweise mehrfach – in Russland, den USA, der Ukraine und Deutschland ausgestellt.

Eleonora Konnik dagegen zeichnet erst seit einigen Jahren intensiv. Sie hat sich für das meditative Zeichnen mit Gelstiften entschieden und betätigt sich auf diese Weise neben ihrem Beruf als Radiologieassistentin kreativ. Wie auch bei Valentina Markus sind die Werke von Eleonora Konnik ebenfalls von persönlichen Eindrücken und Erinnerungen geprägt.

So zeichnet die Künstlerin, die in Russland Biologie und Chemie studiert hat und dort als Lehrerin gearbeitet hat, gerne florale und maritime Motive wie Muscheln. Auch eine toskanische und eine afrikanische Landschaft sind unter Konniks Werken zu finden. Hier dienten ein Foto der Toskana und eine TV-Dokumentation über Afrika als Vorlage.

Auf Buntkarton unterschiedlichster Farben zeichnet Eleonara Konnik mit silbernen, schwarzen oder goldenen Gelstiften oder auch weißen Bleistiften in nur wenigen Stunden sehr detailreiche Motive, wie beispielsweise ihre Lieblingsstücke: zwei Zeichnungen eines Schmetterlings. Für ihre Werke nutzt Eleonora Konnik individuelle Kleinformate, circa DIN-A4-Größe oder sogar kleiner. Auf diese erste Ausstellung hatte sie sich ein Jahr lang intensiv vorbereitet.

Wer sich selbst einen Eindruck von den Werken dieser beiden außergewöhnlichen Künstlerinnen verschaffen möchte, der hat noch bis zum 3. April Zeit. Die Ausstellung „Schauen und sehen“ von Valentina Markus und Eleonora Konnik in der Galerie Kunstwerkstatt im Hauptbahnhof, Reingate&Bansted-Platz 1, ist in dieser Zeit immer samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr oder nach Vereinbarung geöffnet.

Auskunft erteilt Galerie-Inhaber Alexander Göttmann, Telefon 0177/ 4827022, E-Mail: goettmann@onlinehome.de.

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