Eschweiler/Monschau - Gefahr Aorta: Chefarzt für Gefäßchirurgie aus Eschweiler hält Vortrag

Gefahr Aorta: Chefarzt für Gefäßchirurgie aus Eschweiler hält Vortrag

Letzte Aktualisierung:
16991227.jpg
Professor Dr. Michael Gawenda, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie am St.-Antonius-Hospital in Eschweiler. Foto: Gerhard Bree

Eschweiler/Monschau. Ohne sie geht nichts. Mit einem Durchmesser von bis zu 2,5 Zentimetern ist die Hauptschlagader, auch Aorta genannt, das größte Blutgefäß im menschlichen Körper. Sie verläuft in einem Bogen vom Herzen zuerst durch den Brustraum, führt nach unten durch die Bauchhöhle und verzweigt sich dort in die beiden Becken – und später in die Beinschlagadern.

„Die Aorta arbeitet sozusagen – mit Hochdruck – an der Blutversorgung unseres gesamten Organismus und zwar rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, über viele Jahrzehnte“, erklärt Professor Dr. Michael Gawenda, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie am St.-Antonius-Hospital in Eschweiler und ergänzt: „Deshalb sollte man auf seine Hauptschlagader Acht geben, damit sie diese Aufgabe auch im hohen Alter noch zuverlässig ausführen kann.“

Denn gerade im Bauchraum kommt es an der Aorta häufig zu Schwachstellen, die zu einer Aufweitung, also einem Aneurysma führen können. Rund 250.000 Deutsche leben damit. Mehr als 3000 von ihnen sterben jährlich daran. Oft überraschend, denn die gefährliche Aussackung im Bauchraum verursacht lange Zeit keinerlei Symptome. Gerade das macht sie so tückisch. Sie schlummert wie eine tickende Zeitbombe im Bauch des Patienten, die jederzeit platzen kann. Eine schnelle Diagnose und Therapie sind lebenswichtig.

Männer sind gleich fünfmal so häufig betroffen wie Frauen. Ab dem 65. Lebensjahr sind es statistisch ganze 14 Prozent von ihnen, die mit dem Krankheitsbild leben. „Ich kann nur jedem dazu raten, seine Gefäße regelmäßig checken zu lassen“, sagt Gawenda, „denn ambulante Ultraschalluntersuchungen bei niedergelassenen Ärzten oder in der Klinik geben sehr schnell Aufschluss darüber, ob Handlungsbedarf besteht.“

Über die Behandlungsmöglichkeiten dieser Erkrankung, ihre Erkennung und über die verursachenden Risikofaktoren spricht Gawenda in Monschau. Alle Interessierten sind zu diesem kostenfreien Informationsabend am Montag, 18. Juni, ab 19.30 Uhr in das Druckereimuseum Weiss, Am Handwerkerzentrum 16 im Industriegebiet Monschau-Imgenbroich eingeladen. Um Anmeldung wird gebeten: Telefon 02472/982-101.

 

Die Homepage wurde aktualisiert