Geduldprobe: Bahnübergang

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Bahnübergang
Knotenpunkt Bahnübergang: Die längeren Wartezeiten sind für Rettungsfahrzeuge ein Problem - und damit auch für die auf Hilfe wartenden Bürger. Foto: azv

Eschweiler. Nicht nur subjektiv hat sich die Geduldsprobe an den innerstädtischen Bahnübergängen der Euregiostrecke verlängert. Auch objektive Messungen ergeben, dass die Zeitspanne vom ersten Signalton und dem Schließen der Schranken bis zur Öffnung des Übergangs länger geworden ist.

Dreieinhalb Minuten hat die UWG-Fraktionen die Schließungszeit gestoppt und fordert von Bürgermeister Rudi Bertram, das dringliche Thema aufzugreifen.

Thomas Fürpeil spricht dagegen von rund zweieinhalb Minuten. Der Geschäftsführer der verantwortlichen Euregio Verkehrrschienennetz (EVS) Gmbh kennt die Problematik. Und verspricht Besserung.

Für Stadtbrandinspektor Harald Pütz kann es eigentlich gar nicht schnell genug gehen. Dem Leiter der Feuerwehr sind die Verzögerungen bekannt. „Die Situation ist definitiv nicht befriedigend”, klagt Pütz.

Schließlich machen zwei bis drei Minuten mehr bei einer Rettungsfrist von acht bis elf Minuten einiges aus. „Im Interesse der Sicherheit unserer Bürger müssen wir bald wieder zu kürzeren Schließzeiten kommen”, fordert Pütz.

Das Schlagwort „Sicherheit” hat sich aber auch die EVS auf die Fahne geschrieben. Seit dem Anschluss der Euregiostrecke an Langerwehe Mitte Juni hat man ein neues elektronisches Stellwerk auf dem Streckenabschnitt Stolberg-Langerwehe in Betrieb.

„Wir sind momentan dabei, die Software zu optimieren. Wir wissen, dass noch nicht alles optimal läuft”, verweist Thomas Fürpeil auf die komplizierte Technik des neuen Stellwerks, den nötigen Koordinationsarbeiten an den Schnittstellen mit der DB Netz AG, aber auch auf den neuen, erheblich höheren Sicherheitsstandard durch die Neuerungen.
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