Gebaut, verkauft, vermarktet: Wo die Indestadt weiter wächst

Von: Friedhelm Ebbecke-Bückendorf
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Idyllische Lage am Stadtrand: Das Baugebiet Ackerstraße in Kinzweiler wächst rapide. Foto: Friedhelm Ebbecke-Bückendorf
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Der neue Obi-Baumarkt wird mit etwa 6000 Quadratmetern plus einem Gartencenter größer als der bisherige Markt an Königsbenden. Im November soll er fertig sein.

Eschweiler. Was anderswo als außerordentlicher Erfolg gefeiert würde, ist in Eschweiler fast normal: Kaum ist ein Neubaugebiet erschlossen, schon sind die Grundstücke verkauft. Und die Gewerbegebiete werden ebenfalls flott vermarktet. Überall wird fleißig gebaut.

Beides, Gewerbebau und schnell wachsende Wohngebiete, hängt zusammen. Wenn neue Arbeitsplätze geschaffen werden, ziehen auch mehr Menschen nach Eschweiler. Hier eine Übersicht der laufenden Bauvorhaben.

Auf dem Gelände des früheren Lynenwerks wächst die Halle des Obi-Baumarktes. Das Projekt liegt gut im Zeitplan. „Wir werden definitiv im November fertig“, bestätigt der Bauleiter. Eschweilers Baudezernent Hermann Gödde freute sich bei einem Ortstermin über das gute Boden-Management. Teile des Baumaterials der abgerissenen Fabrik wurden als Recycling-Material in den Untergrund eingebaut.

Mit etwa 6000 Quadratmetern Verkaufsfläche im Baumarkt und gut 3000 für ein Gartencenter samt Ausstellungsfläche auf dem Außengelände wird der neue Obi-Markt deutlich größer als der jetzige. Noch nicht klar ist, was mit den alten Obi-Hallen geschieht, die einige hundert Meter weiter westlich liegen und an das Gebäude des Aldi-Marktes grenzen.

Die südlich des neuen Obi-Geländes erhalten gebliebenen Bürogebäude und Hallen des Lynen-Werks sind bereits weitgehend mit neuen Firmen belegt. Unter anderem siedelte sich dort eine Schlosserei an, die ihren bisherigen Standort in Langerwehe wegen des dort beengten Platzes aufgeben musste. Dieses Unternehmen schuf nicht nur neue Arbeitsplätze, sondern bildet jetzt auch junge Leute handwerklich aus. Hermann Gödde: „Das ist es, wir in Eschweiler brauchen!“

Ebenfalls in den alten Lynen-Gebäuden untergebracht sind ein Teppichhandel, eine Lackiererei und ein Online-Fahrradhandel. Die Arbeitsplatz-Bilanz ist positiv. Beim Lynen-Nachfolger Prysmian gab es zuletzt 135 Arbeitsplätze. 160 sind nun auf diesem Gelände neu entstanden.

Der Industrie- und Gewerbepark (IGP) zwischen Weisweiler und Dürwiß ist inzwischen fast voll. Gebaut wird dort zurzeit ein neuer Standort für die Firma Cleanpart Healthcare GmbH. Sie kommt aus Duisburg und befasst sich mit dem Reinigen, Desinfizieren und Sterilisieren von chirurgischen Instrumenten. Gödde spricht von 60 Arbeitsplätzen, davon werden 20 neu geschaffen.

80 neue Arbeitsplätze wird es bei der Spedition Nagel im IGP geben. Das Unternehmen kümmert sich nach einer Erweiterung auch um den Umschlag von Kleinverpackungen und packt diese für Fremdfirmen um.

Seit Juni dieses Jahres wird das Baugebiet Neue Höfe erschlossen. Es liegt an der Verlängerung der Sebastianusstraße am Nordostrand von Dürwiß. Früher war dort der Sportplatz des SC Laurenzberg. Bis auf ein Grundstück sind bereits alle 48 Parzellen optiert, erste Kaufverträge werden schon geschlossen, berichtet Baudezernent Gödde. Unter anderem sollen in diesem Bereich mehrere Holzhäuser gebaut werden.

Am Maarfeld errichtet die Firma Elmo-Massivhaus aus Wassenberg eine altersgerechte Siedlung. Gebaut werden eingeschossige, barrierefreie Wohnhäuser auf kleinen Grundstücken. Dabei bietet der Bauträger an, diese Grundstücke im Auftrag der Bewohner zu pflegen.

In einem immensen Tempo wird gerade im Baugebiet Ackerstraße am Nordrand von Kinzweiler gebaut. Dort sind die Baustraßen fertig, 20 Häuser stehen dort bereits im Rohbau. Erschlossen wurde dieses Baugebiet von der Strukturförderungsgesellschaft der Stadt und der Sparkassen-Immobilien-GmbH.

Im September wird ein weiteres kleines Baugebiet erschlossen, Wynandsgässchen, eine kleine Stichstraße an der Gartenstraße. Der Bebauungsplan war bereits im Jahr1981 aufgestellt worden, jetzt endlich kann das Projekt umgesetzt werden.

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