Eschweiler - Gastwirte machen sich für mehr Polizeipräsenz stark

Gastwirte machen sich für mehr Polizeipräsenz stark

Von: ag
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Für mehr Sicherheit auf Eschw
Für mehr Sicherheit auf Eschweilers Straßen: Mehr als ein Dutzend Gastronomen haben rund 2000 Unterschriften gesammelt und an Bürgermeister Rudi Bertram übergeben. Foto: Andreas Gabbert

Eschweiler. Mehr Polizeipräsenz auf den Straßen der Indestadt fordern Hoteliers und Gastronomen gemeinsam mit dem Wirteverein Eschweiler. Um ihre Forderung zu unterstreichen haben 15 Gastwirte im vergangenen Jahr in ihren Lokalen rund 2000 Unterschriften gesammelt und jetzt an Bürgermeister Rudi Bertram übergeben.

Anlass für die Aktion war, dass vor rund anderthalb Jahren Gäste auf dem Nachhauseweg überfallen wurden, was zur Verunsicherung der Gäste führte. In der Folge hätten die Gastronomen immer wieder beobachten können, dass die Leute selbst bei kurzen Wegen, lieber ein Taxi bestellt hätten, als alleine nach Hause zu gehen, erklärt Marc Lersch als Sprecher der Gastwirte. „Wir sind eine Stadt mit rund 60.000 Einwohner, und wir alle zahlen brav unsere Steuern, da darf man auch mehr Polizei fordern”, sagt Lersch.

Seit mehreren Jahren gibt es in Eschweiler keine Polizeiwache mehr, die 24 Stunden rund um die Uhr besetzt ist. Die nächsten Wachen, die 24 Stunden lang besetzt sind, befinden sich in Stolberg und in Alsdorf.

„Wenn man sich die geografische Lage Eschweilers in der Städteregion ansieht, liegen wir in der Mitte und man könnte überall schnell vor Ort sein, aber man hat sich nun mal für Stolberg und Alsdorf entschieden”, sagte Bürgermeister Bertram. Dort setzt die Kritik der Gastronomen an. „Was ist denn, wenn die Beamten in Stolberg im Einsatz sind, und hier passiert etwas”, fragen Lersch und seine Kollegen.

Bertram freute sich über die Unterschriftenliste, da sie ihm in Gesprächen mit dem Polizeipräsident und dem Innenminister des Landes NRW, gut als Unterstützung dienen könne. Bertram betonte, dass die Polizisten vor Ort sehr engagiert seien und tun würden, was sie können. Eine hohe Aufklärungsquote hielt Bertram der Polizei ebenfalls zugute.

In Gesprächen mit Bürgern habe er aber auch bemerkt, dass sich viele auf der Straße nicht mehr sicher fühlten. Bertram sagte, er habe dem Innenminister und dem Polizeipräsident bereits mehrfach angeschrieben, bislang leider ohne Erfolg. Durch die Unterschriftenliste werde nun aber auch klar, dass es sich bei der Forderung nicht um „eine Macke des Bürgermeisters” oder ein Politikum handele.

Bertram möchte den Innenminister jetzt nochmals zu einem persönlichen Gespräch nach Eschweiler einladen. Um der mangelnden Polizeipräsenz entgegen zu wirken, investiere die Stadt mehr als 100.000 Euro im Jahr für Security-Dienste, erklärte Bertram. So seien zwar mehr Sicherheitskräfte präsent, die Security-Mitarbeiter hätten im Falle eines Falles im Gegensatz zur Polizei aber keinerlei rechtliche Handhabe.

Bertram und die Gastwirte sind sich in ihrer Forderung nach mehr Polizeipräsenz einig. Gleichzeitig betonen sie aber auch, dass es in Eschweiler nicht zugehe wie in „Klein-Chicago”. Es gehe ihnen um das subjektive Gefühl von Sicherheit.
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