Eschweiler - Gastgeberinnen lassen nichts anbrennen

Gastgeberinnen lassen nichts anbrennen

Von: Andreas Röchter
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Premierensiegerinnen: Nach vier erspielten und einem erkämpften Erfolg durften sich die Bezirksliga-Fußballerinnen des FC Germania Dürwiß über den Turniersieg freuen. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Premiere gelungen, Gastgeber erfolgreich! Das Fazit der Verantwortlichen des ersten Frauenfußball-Hallenturniers der Raiffeisen-Bank Eschweiler und des FC Germania Dürwiß dürfte positiv ausfallen. Vor zwar nicht vollbesetzten, aber gut besuchten Zuschauerrängen holten sich die Kickerinnen des FC Germania Dürwiß am Dienstagabend in der Halle des Berufskollegs den Siegerpokal des 1. Ladies-Cups.

Im Finale setzte sich der gastgebende Bezirksligist gegen den Ligarivalen Sportfreunde Hörn hochverdient mit 3:1 durch, nachdem die Mannschaft von Trainer Frank Krings in der Vorschlussrundenpartie gegen Borussia Derichsweiler das Neunmeterschießen nötig hatte, um in das Endspiel vorzudringen. Rang drei belegte BW Königsdorf nach einem 3:1-Erfolg im Neunmeterschießen über Borussia Derichsweiler.

Nur wenige Sekunden waren nach dem ersten Anpfiff in der Geschichte des „Ladies-Cups“ vergangen, als der Premierentreffer verzeichnet werden konnte: Jana Dolfen brachte ihre Dürwisser Germania gegen den Heinsberger Kreisligisten Concordia Haaren mit 1:0 in Führung. Innerhalb weniger Minuten erhöhten zwei Mal Franziska Knein, Vanessa Krings und Banu Bozkurt auf 5:0. Vanessa Krings war es schließlich vorbehalten, in der Schlussminute das halbe Dutzend vollzumachen und damit den Endstand des Eröffnungsspiels auf 6:0 zu schrauben.

Auch in ihrer zweiten Partie, in der die Germaninnen auf den TuS 08 Langerwehe, der derzeit den 2. Platz in der Kreisliga Düren einnimmt, trafen, unterstrichen die Gastgeberinnen ihren Anspruch auf den Turniersieg: Vor allem Anja Schlossmacher, die für die Treffer eins bis vier verantwortlich zeichnete, war von der TuS-Defensive nicht zu kontrollieren. Nach dem Ehrentreffer zum 1:4 erhöhten Laura Berisha und Jana Dolfen auf 6:1.

Da auch BW Königsdorf die ersten beiden Spiele siegreich gestaltet hatte und genau wie die Germanen als Halbfinalteilnehmer feststand, ging es im direkten Aufeinandertreffen um den Gruppensieg. Dort erwies sich der Zweitplatzierte der Kreisliga Rhein-Erft im Vergleich zu den beiden ersten Konkurrenten als „härtere Nuss“. Erst 65 Sekunden vor Schluss gelang es Lea Breuer per platziertem Flachschuss ins lange Eck, die Weichen auf Sieg zu stellen. Quasi mit der Schlusssirene erzielte Jana Dolfen das 2:0, so dass die Germaninnen mit der optimalen Punktausbeute die Vorrundengruppe A auf Platz eins abschlossen.

Knappes Duell

In der Gruppe B erwiesen sich die Sportfreunde Hörn mit Siegen über Germania Freund (3:1), SSV Berzdorf (4:1) und Borussia Derichsweiler (3:0) als dominant. Das Duell um Platz zwei gestaltete sich jedoch äußerst knapp. Hatten sich Berzdorf und Derichsweiler zum Auftakt im direkten Vergleich 1:1 getrennt, konnte die Borussia in ihrem zweiten Spiel einen 4:1-Erfolg über Freund verbuchen, während der SSV den Sportfreunden Hörn mit dem gleichen Resultat unterlag. Doch Berzdorf strich keinesfalls die Segel, sondern ging in der Partie gegen Freund mit 3:0 in Führung. Der Gegentreffer zum 1:3, den Berzdorf mit dem Schlusssignal zuließ, sollte sich jedoch als fatal erweisen. Borussia Derichsweiler unterlag anschließend Hörn nämlich „nur“ mit 0:3 und kam so bei vier Punkten auf ein Torverhältnis von 5:5, während der SSV Berzdorf in der Abschlusstabelle bei gleicher Punktzahl 5:6 Tore aufwies.

Defensive Borussia

In der Vorschlussrunde taten sich die Gastgeberinnen aus Dürwiß dann gegen eine extrem defensiv agierende Borussia aus Derichsweiler überraschend schwer. Immer wieder gelang es den Außenseiterinnen, die Aktionen der Germaninnen zu stören und bei Torschüssen ein Bein dazwischen zu bekommen. Dann erfolgte die Schrecksekunde: Im Anschluss an einen Freistoß zog die Borussin Lisa Mandt ab und ließ Germania-Torhüterin Bianca Krings keine Abwehrchance. Dürwiß lag erstmals im Turnierverlauf hinten – die Zeit war knapp und der Uhrzeiger tickte! Doch nach schöner Kombination gelang Vanessa Krings in der vorletzten Spielminute der vielumjubelte Ausgleich.

Nun stand aber das Nervenspiel „Neunmeterschießen“ auf dem Programm: Anja Schlossmacher und Franziska Knein brachten die Germaninnen jeweils in Führung, doch Derichsweiler zog nach. Als Lea Breuer mit ihrem Neunmeter an der gegnerischen Torhüterin scheiterte, sah es erneut nicht gut für die Germania aus. Doch postwendend parierte Bianca Krings den Versuch einer Derichsweilerin. Nora Berisha, Jana Dolfen und erneut Anja Schlossmacher verwandelten für Dürwiss, bevor erneut die große Stunde von Bianca Krings folgte. Die Torfrau behielt beim sechsten Versuch Derichsweilers zum zweiten Mal die Oberhand und besiegelte den Finaleinzug der Germaninnen. Der Jubel bei den Gastgeberinnen war natürlich groß.

Damit trafen im Endspiel mit den Sportreunden Hörn der Tabellendritte der Bezirksliga und der punktgleiche Vierte Germania Dürwiß aufeinander. Schnell wurde deutlich, dass die „mitspielenden“ Sportfreunde den Gastgeberinnen wesentlich besser lagen als der sich einigelnde Halbfinalgegner Derichsweiler. Zwar blieben die ersten acht Minuten des auf zwei Mal zehn Minuten angesetzten Endspiels torlos, doch ein Doppelschlag von Franziska Knein in den letzten 120 Sekunden des ersten Durchgangs sorgten für die Vorentscheidung.

Auch nach dem Seitenwechsel hatten die Germaninnen das Geschehen auf dem Platz gut im Griff. Mit einer Energieleistung erhöhte Banu Bozkurt in der 16. Minute sogar auf 3:0. Den Ehrentreffer zum 1:3, der Susanne Franken gelang, hatten sich die Sportfreunde Hörn redlich verdient. Mehr allerdings auch nicht, denn der Turniersieg der Germania geriet nicht mehr in Gefahr.

Dank an Helfer

So konnten die Gastgeberinnen sichtlich stolz den Siegerpreis aus den Händen von Bernd Schendzielorz, Vorstandsmitglied der Raiffeisen-Bank Eschweiler, Schirmherrin Nadine Leonhardt, Frank Dickmeis vom Ausrichter FC Germania Dürwiß sowie der Turnierleitung mit Tim Schmitz, Matthias Hanf und Willi Greven entgegennehmen. Und so dürfte die Zielsetzung der Germania-Frauen in zwölf Monaten lauten: Titelverteidigung beim „2. Ladies-Cup“. Ein Dankeschön ging auch an die fleißigen Turnierhelfer und die Schiedsrichter, die allerdings keine Probleme mit den fairen Begegnungen hatten.

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