Eschweiler - Gar nicht so schwer: Höflichkeit

Gar nicht so schwer: Höflichkeit

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Zertifikate gab es zum Abschluss des Benimmkurses. Das Spieleland Rocolino machte einen Spieletag zum Ausklang des Projekts möglich.

Eschweiler. „Bitte.” - „Danke!” Na also, geht doch. Ganz normale Höflichkeit stand auf dem Stundenplan einer Schülergruppe der Gesamtschule Waldschule. Aber die Mädchen und Jungen lernten noch viel mehr bei einem einwöchigen Benimmkurs.

Ein Spieletag im „Rocolino” an der Dürener Straße war am Freitag Abschluss des Projekts. Die Gesamtschüler erhielten Zertifikate für eine erfolgreiche Teilnahme und bestimmten einen Benimmkönig und eine Benimmkönigin.

Um „sozial verträgliche und kultursensible Verhaltensweisen” ging es bei dem Lehrgang, erläuterte Paria Heidari von „Pro Dialog” aus Köln. Gemeinsam mit Uta Schmitz-Esser, Gabi Wolfsgruber, mit dem Schul-Sozialarbeiter Lothar Horndt und den Praktikantinnen der Aachener Katholischen Fachhochschule für soziale Arbeit Roxana Edel und Sarah Ladewig machte sie den Schülern deutlich, dass Benimmregeln nicht nur ein Grundgerüst für das alltägliche Leben bieten, sondern auch gegenseitiges Verstehen einfacher machen und das Selbstwertgefühl stärken.

Wie verhält man sich gegenüber Autoritätspersonen wie Lehrern und Eltern? Wie verletzend können falsche Rollenbilder von typisch männlichem und typisch weiblichem Verhalten sein? Von Montag bis Freitag haben die Gesamtschüler sich in Rollenspielen viele der Regeln selber erarbeitet. Da ging es um Themenfelder wie „Zusammenleben fair gestalten”, um den fairen und rücksichtsvollen Umgang zwischen Mädchen und Jungen, um das Akzeptieren anderen Herkünfte und Ethnien.

Das war eine wichtige Erkenntnis für viele Teilnehmer: Respekt und Höflichkeit lassen sich lernen und üben. Auch der tolerante, respektvolle und höfliche Umgang mit anderen Generationen, mit Menschen aus anderen Kulturen, mit dem anderen Geschlecht und mit Menschen anderer Religionen. Das verbessert dann auch die eigene Konfliktfähigkeit und das Akzeptieren von Werten.

Möglich wurde der Kursus durch das Bundesprogramm „Stärken vor Ort”. Eschweiler ist die Aufnahme in dieses Bundesprogramm gelungen, bis Ende 2011 stehen für Projekte wie das jetzt durchgeführte 300.000 Euro zur Verfügung.
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