Eschweiler - Galerie Art Engert: Acht Künstler stellen gemeinsam aus

Galerie Art Engert: Acht Künstler stellen gemeinsam aus

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Zipora Rafaelov gehört zu den acht Künstlern, die ab Sonntag in der Galerie Art Engert ausstellen. Foto: Israel-Museum

Eschweiler. Unter dem Titel „Passagen“ zeigt die Galerie Art Engert, vom 17. September bis zum 4. November die Arbeiten von acht Künstlern. José Maria Guerrero Medina (Zeichnung), Annemarie Laner (Zeichnung), Ekkehart Panek (Skulptur), Zipora Rafaelov (Cutout), Dieter Rogge (Zeichnung), Ingrid Roscheck (Skulptur), André Schweers (Objekt) und Ansgar Skiba (Zeichnung) sind in dieser Ausstellung vertreten.

Der Titel „Passagen“ deutet den Charakter der Ausstellung an. Die Galerie Art Engert zeigt eine Reise durch die Welt von einigen der von ihr in den vergangenen Jahren präsentierten Künstler. Es werden Arbeiten gezeigt, die nicht immer unbedingt den Mainstream darstellen, die aber doch den künstlerischen Impetus, die artistische Zielsetzung dieser Künstler aufzeigen. Interessant ist es für den Betrachter, die Arbeiten zu vergleichen, den Intentionen der Künstler nachzuspüren, ihre typischen Ausdrucksweisen zu ertasten.

„Urmutter“ der bildenden Kunst

Die Zeichnung, die „Urmutter“ der bildenden Kunst, wird von drei Künstlern geboten. José Guerrero, der international renommierte spanische Malerfürst, sei an erster Stelle genannt, er führt die Künstlergarde an. Seine schwarz-weißen Originalzeichnungen aus der Serie Licht und Wasserschatten (Llum i ombra aigua) wurden in mehreren spanischen Museen ausgestellt und haben die Aufmerksamkeit insbesondere der spanischen Kunstkritik auf sich gezogen. Die ausdrucksstarken Licht-Schatten-Spiele begeistern und beeindrucken den Betrachter nachhaltig. Sie sind in ihrer Charakterstärke einzigartig. Vier seiner Arbeiten aus dieser Serie werden nun in Eschweiler gezeigt.

Dieter Rogge „Preisträger der Großen Kunstausstellung NRW 2004“ ist ein Meister der feinen Feder, des zarten Strichs aber auch der schwarzen, schweren, flächigen Form. Vor allem in seinen jüngeren Arbeiten feiert er die Natur.

Die Pfauenfiguren

Annemarie Laner, eine Südtiroler Künstlerin, lebt für und mit der Zeichnung. Hier weicht sie mit ihrer Pfauenserie von dem sonst bevorzugten Papier als Untergrundmaterial ab. Mit Fotoprint stanzt sie ihre Pfauenfiguren auf Bleifolie und überblendet sie mit Auszügen aus der Lyrik von Paul Celan, dem berühmten deutschen Dichter des 20. Jahrhunderts. Durch die Bleifolie als Papiersubstitut erhält die Zeichnung einen „Ewigkeitswert“ wie Grabinschriften oder die in Stein gehauenen Inschriften der Ägypter.

„Die Arbeiten versuchen, dem Grenzgang von Ästhetik, Ambiguität, Macht und Schwäche von Schönheit, Zerfall, Sein und Schein näher zu kommen. Es gibt sensible Momente der Wahrnehmung, wo das Empfinden von Schönheit fast weh tut, weil gleichzeitig eine Wahrheit erfühlt wird, dass wir die Welt im Letzten nicht begreifen. Es ist wie ein leises Entsetzen, gepaart mit Ästhetik“, sagt die Küntslerin über ihre Werke.

Ansgar Skiba kennt man als Meistermaler der üppigen, starken und konturenreichen Farben. Doch daneben oder eigentlich zuvorderst sind seine Zeichnungen zu preisen. Zeichnungen, die Skiba mit dem Silberstift bei seinen intensiven Gängen durch die Natur zu Papier bringt.

Verwandt mit und doch auch wieder weit entfernt von der Zeichnung ist die Cutout-Arbeit von Zipora Rafaelov, der Trägerin des Rheinischen Kunstpreises des Jahres 2014. Sie hat eine unverwechselbare Bildsprache entwickelt, in der besonders skulpturale und grafische Bezüge von Bedeutung sind. Zipora Rafaelov zeichnet im Raum, ihre Arbeiten sind nicht auf eine einzelne Gattung zu beschränken, und ebenso wenig kann man ihre Art der Darstellung als entweder abstrakt oder als unverstellt figurativ klassifizieren.

André Schweers hat in den vergangenen zehn Jahren in einer Reihe von Ausstellungen der Galerie seine Objekte aus unterschiedlichen Werkgruppen gezeigt. In allen diesen Arbeiten demonstriert er seine Virtuosität im Umgang mit dem Grundstoff Papier als formbare Masse und hervorragend geeigneter Untergrund, für die seiner nicht versiegenden Kreativität entspringenden Werke.

Abgerundet wird die Reise mit der dreidimensionalen Kunst der Bildhauer Ingrid Roscheck und Ekkehart Panek. Ingrid Roscheck, seit vielen Jahren der Galerie verbundene Künstlerin, zeigt im Parkgarten an der Wilhelmstraße neue Skulpturen, die sie gemeinsam mit ihren Studenten an der Universität Köln gestaltet hat. Die Skulpturen werden aus Ton geformt und gebrannt und entwickeln die Formgebung, für die Ingrid Roscheck bekannt ist, kreativ weiter.

Als neuer Künstler der Galerie gesellt sich der Bildhauer Ekkehart Panek hinzu. Seine Welt ist weit entfernt von den Welten der anderen Künstler. Die aus Aluminium gegossenen Figuren führen in eine vermeintlich irreale Welt. Man sieht Teile von menschlichen Wesen, insbesondere Köpfe, verwoben in netzartige Gebilde, mehrfüßige Lebewesen, die in Gitter- oder Blätterwerk festgehalten werden.

Mit einer Vernissage wird die Ausstellung in der Galerie Art Engert, Wilhelmstraße 73 g, am Sonntag, 17. September, 17 Uhr eröffnet. Die Galerie ist geöffnet dienstags bis freitags von 14 bis 19 Uhr, samstags nach Vereinbarung.

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