Futuristischer Heliport: Als wär’s ein Teil der USS Enterprise

Von: Rudolf Müller
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Hoch über den Dächern der Stadt: die neue Hubschrauber-Landeplattform des St.-Antonius-Hospitals – hier noch in der Bauphase. Inzwischen ist das spektakuläre Bauteil fertiggestellt. Am kommenden Donnerstag wird die Plattform eingeweiht. Wir laden fünf Leser ein, sich den Hightech-Landeplatz in luftiger Höhe vor Ort anzusehen. Foto: Rudolf Müller
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Markantes Bauteil in 38 Metern Höhe: die neue Helikopter-Plattform über dem St.-Antonius-Hospital. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Einen Hubschrauberlandeplatz baut man nicht mal „einfach so“. Schon gar keinen in luftiger Höhe, mitten in der Stadt, auf – besser: über – dem Dach eines Krankenhauses. Einen, der fast der Science-Fiction-Kultserie „Raumschiff Enterprise“ entstammen könnte.

Elmar Wagenbach, Geschäftsführer des St.-Antonius-Hospitals, kann da ein Lied von singen. Jahre hat es gedauert, bis der ausgediente Landeplatz im Hof des Hospitals ersetzt werden konnte. Und auch als das Aufsehen erregende Bauwerk auf Stelzen längst Form angenommen hatte, konnte es noch nicht in Betrieb genommen werden: Gutachten, Abnahmen, Genehmigungen folgten.

Jetzt endlich ist es soweit: Am Donnerstag kommender Woche wird die Helikopterplattform eingeweiht. Samt Rettungshubschrauber – falls der nicht gerade zu einem Einsatz ausrücken muss. Und weil nur wenige Gäste auf der Plattform in 38 Metern Höhe live dabei sein können, wird die Zeremonie ins Restaurant Akzente übertragen. Von dort können die Besucher im Anschluss in Kleingruppen aufs Hospitaldach fahren und sich selbst ein Bild von dem außergewöhnlichen Bauwerk machen. Fünf unserer Leser können dabei sein.

Mehr als zweieinhalb Jahre lang bestimmten Kräne das Bild des Hospitals. Allein für das Aufrichten der drei insgesamt 38 Meter hohen stählernen Stelzen, auf die die Plattform montiert wurde, war ein 500-Tonnen-Kran nötig, dem ein 200-Tonnen-„Kollege“ assistierte. Insgesamt wurden für die Plattform, die es auf einen Durchmesser von 20 Metern bringt, 350 Tonnen Stahl verbaut. Der Landeteller selbst ist aus Aluminium – und beheizbar. Das schützt vor Vereisung und ermöglicht so auch im Winter reibungslose Patiententransporte. Für Letzteres sorgt neben einer Kanzel zur Überwachung des Flugverkehrs auch der neu gebaute Aufzug, der den Landeplatz auf direktem Weg mit den OPs verbindet.

Auf rund 2,2 Millionen Euro beziffert das Hospital die Kosten für die Plattform. Der bisherige Landeplatz auf einer Rasenfläche hinter dem Hospital, in unmittelbarer Nachbarschaft zu Wohnbebauung in der City, entsprach längst nicht mehr heutigen Anforderungen. Künftig erfolgt der Transport von Patienten zwischen Hubschrauber und Hospital nicht mehr über eine Rasenfläche und den Hospitalparkplatz, sondern problemloser und schneller. Und für die Bewohner der Innenstadt bedeutet die Plattform eine deutliche Reduzierung des Fluglärms. Bedingungen, die einem Unfallschwerpunkt-Hospital mit Zertifizierung im Trauma-Netzwerk gerecht werden.

Zuletzt verzeichnete das Hospital 400 Flugbewegungen (je 200 Landungen und Starts) jährlich – Tendenz steigend. Letzteres liegt nicht zuletzt an den Wartezeiten, die Rettungswagen immer wieder vor den geschlossenen Bahnschranken der Röthgener Straße in Kauf nehmen müssen.

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