Fußprozession nach Bohl geht auf 150-jährige Tradition zurück

Letzte Aktualisierung:

Eschweiler-Nothberg. Die Gemeinde St. Cäcilia Nothberg lädt für Samstag, 19. August, zur traditionellen Fußprozession nach Bohl-Volkenrath ein. Diese Prozession geht auf eine 150-jährige Tradition zurück.

1866 hatte man eine solche Prozession mit dem Gnadenbild der schmerzhaften Mutter, aus Anlass der Choleraseuche, zum ersten Mal abgehalten. Die Cholera war beim preußisch-österreichischen Krieg in unsere Gegend eingeschleppt worden und hatte in Nothberg etwa 25 Erkrankungen und vielleicht acht bis zehn Todesopfer gefordert.

Der damalige Pfarrer von Nothberg, Josef Hennes, beschloss, eine feierliche Prozession mit dem Gnadenbild der schmerzhaften Mutter abzuhalten. Die Prozession fand am ersten Sonntag im Oktober statt, und es nahmen nach dem Bericht der Pfarrchronik etwa 5000 Menschen teil. An sieben Stationen wurden jedes Mal vor dem Gnadenbild sieben Vater unser und Ave Maria gebetet. An den folgenden Freitagen und Sonntagen kamen die Gläubigen aus Stich, Pumpe, Bergrath und Eschweiler mit Kerzen und Blumen zum Gnadenbild der schmerzhaften Mutter.

Es trat keine weitere Ausbreitung der Cholera ein, sondern sie ging so stark zurück, dass die Seuche in Nothberg ganz verschwand und niemand an der Krankheit starb. Zur Erinnerung an dieses Ereignis wurde am Gnadenbild eine Marmortafel mit Inschrift angebracht. In den nächsten Jahren wurde die Prozession immer am ersten Sonntag im Oktober gehalten, und es kamen Prozessionen aus den Nachbarpfarreien zum Gnadenbild. Später hielt die Pfarre unter großer Anteilnahme der Gläubigen jährlich am Sonntag nach Mariä Himmelfahrt eine Prozession zu Ehren der schmerzhaften Mutter durch den ganzen Pfarrbezirk.

Zum frommen Andenken zieht die Fußprozession bis heute einmal im Jahr durch den Seelsorgebezirk nach Bohl-Volkenrath, Aufbruch ist wie auch in den Vorjahren an der Kirche in Nothberg um 17.15 Uhr. Nach einer Station am Wegkreuz am Herrenfeldchen ziehen die Gläubigen weiter nach Bergrath, wo um 18 Uhr im Gemeindezentrum der Freien evangelischen Gemeinde, Kopfstraße 20, die Vorabendmesse gefeiert wird.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert