Eschweiler - Fußgänger am Eschweiler Bushof von Auto erfasst

Fußgänger am Eschweiler Bushof von Auto erfasst

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Polizei und Feuerwehr sicherten die Unfallstelle. Foto: Ralf Roeger
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An der Kreuzung von Indestraße und Langwahn kam es zu einem schweren Unfall, als ein Fußgänger die Straße überquerte. Foto: Ralf Roeger
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Bei dem Zusammenstoß wurde der Fußgänger von der Autofront erfasst. Foto: Ralf Roeger
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Gefeiert wurde größtenteils friedlich, die fleißigen Helfer hatten dennoch alle Hände voll zu tun. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Ein 22 Jahre alter Mann ist am Donnerstagabend gegen 19.30 Uhr bei einem Unfall schwer verletzt worden. Laut Angaben von Zeugen querte der aus Richtung Bushof kommende Mann zu Fuß die Fahrbahn der Indestraße auf Höhe der dortigen Ampelanlage.

Ein zu dieser Zeit auf der Indestraße in Richtung Kochsgasse fahrender 78-jähriger Autofahrer konnte den Zusammenstoß mit dem jungen Mann nicht mehr verhindern und erfasste ihn mit der Fahrzeugfront. Der 22-Jährige blieb schwer verletzt auf der Straße liegen. Rettungskräfte versorgten ihn vor Ort und brachten ihn anschließend ins Krankenhaus.

Der 78-Jährige erlitt einen Schock und musste ebenfalls ärztlich im Krankenhaus versorgt werden. Nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen stand der 22-Jährige zum Zeitpunkt des Unfalls unter Alkoholeinwirkung. Das Verkehrskommissariat hat die Ermittlungen aufgenommen. Weitere Zeugen, die noch Hinweise geben können, werden gebeten, sich während der Bürodienstzeiten unter Telefon 0241/9577-42101 zu melden.

Ein positives Fazit der Einsatzlage an Weiberfastnacht zieht Eschweilers Feuerwehrchef Axel Johnen, der am Donnerstag auch als Einsatzleiter unterwegs war. Das seit einigen Jahren etablierte Einsatzkonzept „Weiberfastnacht“ der Feuerwehr Eschweiler gemeinsam mit den Eschweiler Hilfsorganisationen (Malteser Hilfsdienst, Johanniter Unfallhilfe und Deutsches Rotes Kreuz) wurde auch in diesem Jahr wieder erfolgreich umgesetzt, so Johnen.

Dabei wird zum einem der reguläre Rettungsdienst der Feuerwehr Eschweiler von vier zusätzlichen Rettungsfahrzeugen der Hilfsorganisationen verstärkt, so dass im Stadtgebiet insgesamt neun Rettungsfahrzeuge zur Verfügung stehen, die auch zeitweise alle parallel im Einsatz sind. Erneut wurde – aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Jahre – ein eigener Notarzt für Eschweiler gestellt, da gerade an solchen „Feiertagen“ die städteregionalen Notärzte stark beansprucht sind und so längere Wartezeiten vermieden werden.

Zum anderen werden im Bereich Marienstraße und Markt jeweils sogenannte Unfallhilfsstellen errichtet, an denen verletzte Personen erstversorgt und untersucht werden können. So kann in aller Ruhe vor Ort entschieden werden, ob ein Transport ins Krankenhaus erfolgen muss oder nur eine ambulante Versorgung notwendig ist. Im Falle eines Transportes wird der bereits erstversorgte Patient dann in ein geeignetes Krankenhaus gebracht.

Die Hilfsorganisationen bildeten gemeinsam mit Polizei, Ordnungsamt, Security und Feuerwehr eine gemeinsame „Veranstaltungsleitung“ für die karnevalistischen Veranstaltungen in der Marienstraße, beim Kinderzug Eschweiler-Ost sowie am Markt. Hierbei unterstützten zwei Einsatzleitwagen der Johanniter Unfall-Hilfe und der Städteregion Aachen sowie der Abrollbehälter „Einsatzleitung“ der Feuerwehr Eschweiler.

Aufgrund der Erfahrungen der vorigen Weiberfastnachtsfeiern wurden in diesem Jahr auch wieder 24 freiwillige Einsatzkräfte der Löschzüge Bohl, Kinzweiler sowie Stadtmitte, im Zeitraum zwischen 10 und 1.30 Uhr, zusätzlich in den Dienst gerufen. Sie hielten sich während des gesamten Zeitraumes in ihren Räumen am Florianweg, in Bohl oder Kinzweiler auf und konnten bei Feuer- oder Hilfeleistungseinsätzen sofort mit den hauptamtlichen Kräften ausrücken.

An den Unfallhilfsstellen wurden insgesamt 44 (Vorjahr 25) Hilfeleistungen verzeichnet, die wiederum zu neun (Vorjahr elf) Transporten ins Krankenhaus führten.

Weiterhin waren in den Bereichen Markt, Innenstadt, Marienstraße ständig Trupps der Sanitätsorganisationen unterwegs, um im Bedarfsfall sofort sanitätsdienstliche Maßnahmen zu ergreifen. Die Unfallhilfsstelle am Markt wurde in diesem Jahr gegen 21.30 Uhr aufgelöst, da das Besucheraufkommen – vermutlich aufgrund der nasskalten Witterung – deutlich zurückging.

Insgesamt rückten die Rettungsfahrzeuge während der 24 Stunden zu 47 Einsätzen (Vorjahr 58) aus, wovon mindestens 17 Einsätze (Vorjahr 19) karnevalsbedingte Ursachen (Alkohol) hatten.

Jüngster „Karnevalspatient“, aufgrund eines überhöhten Alkoholgenusses, war gegen 16.48 Uhr (Vorjahr 15.32 Uhr) ein fast 15-jähriger Junge; insgesamt mussten fünf Jugendliche (eben so viele wie im Vorjahr) unter 18 Jahren, aufgrund mit dieser Diagnose ins Krankenhaus transportiert werden.

Neben den Kollegen der Feuer- und Rettungswache (22 Kolleginnen und Kollegen) waren zusätzlich rund 45 Angehörige der Eschweiler Hilfsorganisationen sowie 24 Kräfte der freiwilligen Feuerwehr im Einsatz. Im Zuge der Nachalarmierungen aufgrund der zahlreichen Sturmeinsätze wurden weitere 30 Kameradinnen und Kameraden der freiwilligen Feuerwehr in den Dienst gerufen.

Ein Container brennt am Morgen

Neben den zahlreichen rettungsdienstlichen Einsätzen waren in diesem Jahr sehr viele Einsätze im feuerwehrtechnischen Bereich zu verzeichnen. So brannte bereits um 9.04 Uhr ein Container an der Bergrather Straße. Danach wurde es dann „feuerwehrtechnisch“ eher ruhig in Eschweiler und es fielen zunächst nur Rettungsdiensteinsätze an. Dennoch wurden den gesamten Tag die Wetterprognosen des Deutschen Wetterdienstes genauestens beobachtet, da diese schon seit Tagen eine Sturmlage (mit Windstärken bis zu 110 km/h) für den hiesigen Bereich prognostizierten.

Aber zunächst hielt sich der Sturm etwas zurück, nahm am Abend dann doch noch deutlich zu, so dass um 17.35 Uhr der erste umgestürzte Baum des Tages auf der Alsdorfer Straße gemeldet wurde, zu dem die Bereitschaften aus Kinzweiler und Stadtmitte ausrückten. Es folgten dann weitere kleine Sturmeinsätze am Markt und in der Röthgener Straße, die von den Einheiten der Wache und Stadtmitte abgearbeitet wurden.

Niemand wird verletzt

Um 18.54 Uhr lief dann eine Meldung über einen Unfall mit der Euregiobahn zwischen Stolberg und St. Jöris, im Bereich des „Steinbachshochwald“ ein, wo ein Baum auf einen Zug gestürzt war. Hierzu wurden neben der Wache, die Einheiten aus Kinzweiler, Bohl und Stadtmitte gerufen, parallel rückte von der anderen Seite die Feuerwehr Stolberg an. Glücklicherweise wurden keine Personen verletzt, so dass die Stolberger Kollegen den Baum mit Kettensägen zerlegen und die Eschweiler Kräfte sich mit der Evakuierung des Zuges beschäftigen konnten. Hierzu wurde der Zug taghell ausgeleuchtet, insgesamt acht Zugreisende evakuiert und dann neben den Schienen zur nächsten Straße geleitet, wo sie von Taxen aufgenommen und weitertransportiert wurden. Die Kameraden waren dort fast zwei Stunden im Einsatz.

Um 19.38 Uhr traf eine Meldung über einen umgestürzten Baum in Lohn ein, zu dem die Kräfte aus Lohn und Kinzweiler alarmiert wurden. Weitere umgestürzte Bäume wurden von der Pfarrer-Appelrath-Straße, dem Weißen Weg, der Rue de Wattrelos und am Maxweiher gemeldet. Ein Wassereinsatz beschäftigte noch zwischen 22.30 Uhr und 23.30 Uhr den Löschzug Kinzweiler in der Gutenbergstraße. In der Cäcilienstraße ging um 00.11 Uhr noch ein circa 100 Quadratmeter privates Zelt fliegen, welches von Rettern der Bereitschaften aus Bohl und Kinzweiler gesichert werden musste.

Die Einsatzbereitschaften der freiwilligen Feuerwehrkräfte konnten um 1.30 Uhr und die der Hilfsorganisationen gegen 2 Uhr beendet werden.

Gegen 2.30 Uhr beruhigte sich das Einsatzgeschehen sehr stark und die Rettungsdienstkräfte der Feuer- und Rettungswache rückten nur noch zu wenigen Einsätzen aus.

Johnens Fazit: Im Vergleich zum vorigen Jahr gingen die Gesamteinsatzzahlen des Rettungsdienstes, vermutlich aufgrund des sehr schlechten Wetters und der geringeren Anzahl an Besuchern, leicht zurück. Im Bereich der Veranstaltung an der Marienstraße waren überhaupt keine Einsätze zu verzeichnen. Aufgrund der Sturmlage stiegen die Zahlen der Hilfeleistungseinsätze deutlich an, wobei hier allerdings keine größeren Schäden oder sogar Verletzte zu verzeichnen waren.

Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen oder der Feuerwehr wurden in diesem Jahr weder tätlich angegriffen noch wurden sie anderweitig verletzt. Verletzungen durch Glas waren ebenfalls nicht zu verzeichnen, so dass das Glasverbot erneut nur als voller Erfolg bezeichnet werden kann.

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