Städteregion - Fußball-EM: Platzverweiszone in der Eschweiler City

Fußball-EM: Platzverweiszone in der Eschweiler City

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Städteregion. Ab Freitag rollt der Ball bei der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich. Auch wenn die Spiele in Frankreich stattfinden, Arbeit für die Polizei in der Städteregion gab es in der Vergangenheit bei Welt- und Europameisterschaften immer genug.

Was natürlich auch daran lag, dass die deutsche Mannschaft immer unter die ersten Vier kam, 2014 gar Weltmeister wurde. Die Aachener Polizei hatte in Richtung Fußballbegeisterung im Vorfeld solcher Turniere stets gesagt: Richtige Fans sollen feiern, Randalierer kriegen die rote Karte. So geschehen zum Beispiel vor zwei Jahren während der Weltmeisterschaft, als es nach jeweiligen Provokationen gegnerischer Fans und auch Unbeteiligter, zu Randale, Körperverletzungen und anderen Straftaten gekommen war. Mehrere Randalierer wurden aus dem Verkehr gezogen.

Vor allem in Alsdorf am Denkmalplatz und in der Eschweiler Innenstadt hatte sich nach Spielen die Stimmung bei Jugendlichen unterschiedlich ethnischer Zusammensetzung aufgeheizt. Untereinander, aber auch gegenüber Polizeibeamten, wurde ein sehr aggressives Verhalten an den Tag gelegt. Nur durch konsequentes und schnelles Einschreiten der Polizei konnte Schlimmeres verhindert werden. So entschlossen will die Polizei auch dieses Mal sein.

Scharmützel und mehr

Fixpunkte für verstärkte Einsatzmaßnahmen sind die Vorrundenspiele der deutschen und der türkischen Mannschaft. Spiele der niederländischen Mannschaft, bei denen es in der Vergangenheit zu Scharmützeln bis hin zu größeren Einsätzen und Auseinandersetzungen entlang der Grenze gekommen war, entfallen in diesem Jahr, weil die Holländer sich für das Turnier nicht qualifiziert haben. Sportlich gesehen ist das schade, aus rein polizeitaktischer Sicht wird dies von der Polizei anders gesehen.

Öffentliche Freiluftübertragungen (Public Viewing) sind zumindest für die Vorrunde nicht geplant. Dennoch wird es sich erfahrungsgemäß zu den Spielen in Aachen, im Kapuziner-Karree, am Bendplatz und in der Pontstraße; in Alsdorf, am Cinetower; in Baesweiler, In der Burg; und in Eschweiler, Gaststätte Mexi & Co. schon mal knubbeln. Wichtig ist, dass sich die Fans vertragen, egal aus welchem Lager, und es nicht zu Auseinandersetzungen außerhalb des Spielfeldes kommt.

Appell der Polizei

Deshalb geht der Appell der Polizei in Richtung Fans, friedlich zu feiern und die allgemeinen Regeln des Anstandes einzuhalten. Gegen Störer oder gar Straftäter wird die Aachener Polizei konsequent vorgehen. Sie erhalten die rote Karte in Form von Platzverweisen. Entsprechende Platzverweiszonen sind eingerichtet.

Wird ein solcher Platzverweis nicht beachtet, droht die vorübergehende Unterbringung in einer Polizeizelle. In Eschweiler wird diese Zone begrenzt von Indestraße, Peter-Paul-Straße und Kochsgasse im Norden, Preyerstraße, Funkengasse, Indestraße und Bergrather Straße im Osten, der Kaiserstraße im Süden sowie Franzstraße, Marienstraße und Langwahn im Westen.

Über ein Dutzend meist junge Leute in der Städteregion Aachen, die in der bundesweiten Datei „Gewalttäter Sport“ erfasst sind, bekamen bereits Besuch von der Polizei. In sogenannten „Gefährderansprachen“ wurde ihnen mitgeteilt, dass man auf sie während der Europameisterschaft ein Auge wirft und dass sie sich davor hüten sollten, negativ aufzufallen.

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