Fuß vom Gas! Jetzt wandern wieder Kröten

Von: ph
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Schüler der Liebfrauenschule bauen gemeinsam mit Reiner Leusch einen Krötenschutzzaun. Foto: Hertmann

Eschweiler. Der Frühling kommt, die Kröten wandern. Ihr Ziel: Laichgewässer. Ihr Risiko: Auf dem Weg dorthin von Autos plattgefahren zu werden. Damit das nicht passiert, bauen Tierschützen so genannte Krötenzäune auf und helfen den Amphibien über die Straße. In Eschweiler zum Beispiel an der Cäcilienstraße.

Dorthin machten sich jetzt Lehrer Reiner Leusch von der Liebfrauenschule und eine Gruppe seiner Schüler auf den Weg, in Koorperation mit der Umweltschutz-Organisation BUND entlang der stark befahrenen Straße einen 250 Meter langen Krötenzaun aufzubauen.

Leusch ist örtlicher Sprecher des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland. Er weiß, wenn der Wanderweg einer Amphibienpopulation zum Laichgewässer von einer Straße ge-kreuzt wird, dass jährlich mehrere hundert bis tausend Amphibien betroffen sind.

„An solchen Straßenabschnitten sollten immer entsprechende Maßnahmen ergriffen werden” stellte er fest. Krötenzäune sind recht einfache Anlagen dar, um nicht nur Kröten, sondern alle wandernden Amphibien auf ihrer Wanderung zu schützen.

Bei diesen Zäunen handelt sich meist um rund 50 Zentimeter hohe undurchsichtige Kunststofffolien, die parallel zur Straße aufgebaut werden. Auf der Anwanderungsseite sind in regelmäßigen Abständen Fangeimer ebenerdig eingegraben.

Der Krötenzaun wird von den wandernden Amphibien als Wanderhindernis wahrgenommen. Beim Versuch das vermeintliche Hindernis zu umgehen, fallen die Amphibien in die Fangeimer.

Zur Betreuung eines Krötenzauns ist mindestens zweimal täglich eine Kontrolle mit Leerung der Fangeimer notwendig. Die Frösche werden dann in das nahe gelegene Laichgewässer gebracht.

„Als Autofahrer sollte man jetzt vor allem die Warnschilder mit dem Zusatzzeichen Krötenwanderung beachten und die oftmals vorgeschriebene Geschwindigkeitsbegrenzung einhalten” fordert Reiner Leusch. Denn Kröten seien aus dem fahrenden Auto heraus kaum von Blättern auf der Straße zu unterscheiden. Auch sollte man auf Krötenzaunbetreuer am Straßenrand achten.

Die Betreuung von Krötenzäunen sei sehr aufwändig, führte der Lehrer fort. Die Fangzäune müssen während der Wanderungszeit intensiv betreut werden. Jeder Helfer sei deshalb willkommen.

Wer sich über diese wichtige Arbeit informieren möchte, kann Reiner Leusch unter 32340 erreichen.
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