Eschweiler - Für die Zeitschrift „Vielfalt” bringt jeder wertvolle Ideen ein

Für die Zeitschrift „Vielfalt” bringt jeder wertvolle Ideen ein

Von: Andreas Gabbert
Letzte Aktualisierung:
caritas-zeitung-bu
Hier wird heiß über aktuelle Themen diskutiert: Das Redaktionsteam des Caritas-Behindertenwerks produziert eine Zeitung von Behinderten für Behinderte. Foto: Andreas Gabbert

Eschweiler. Es wird eifrig diskutiert. Was ist mehr oder weniger gut an dem Artikel? Was könnte verbessert werden, und welche Bilder sollen daneben stehen? Die Redaktionsmitglieder der hauseigenen Zeitung des Caritas-Behindertenwerks besprechen ihre nächste Ausgabe. Nicht alle von ihnen können Lesen und Schreiben, aber alle bringen wertvolle Ideen ein.

„Vielfalt” heißt die zwei- bis dreimal pro Jahr erscheinende Zeitschrift, die von Behinderten für Behinderte produziert wird. Darin finden sich Berichte über Feste, neue Abteilungen und auch aktuelle Themen aus dem Stadtleben werden aufgegriffen.

Die Themen wählen die Journalisten im Alter zwischen 20 und 45 Jahren selbst aus, niemand der Verantwortlichen redet ihnen rein oder versucht, Texte zu zensieren. „Ich bekomme die Zeitung erst zu lesen, wenn sie gedruckt ist”, sagt der Leiter des Sozialen Dienstes, Fredi Gärtner.

Einmal die Woche treffen sich die Redaktionsmitglieder, um über aktuelle Nachrichten und über alles, was sich so bei der Caritas tut, zu diskutieren.

Dabei geht es auch darum, sich mit anderen auszutauschen, Kritik zu üben und solche anzunehmen. Das fällt nicht immer leicht. Meist gehen sie noch sehr vorsichtig miteinander um.

„Es ist wichtig, dass sie erkennen, das Kritik nicht zwingend etwas negatives ist, sondern einen auch voranbringen kann”, sagt Andrea Odinius vom Helene-Weber-Haus in Stolberg. Seit rund sechs Jahren betreut sie das Redaktionsteam.

Solange ist auch Andreas schon dabei. In seiner Aufgabe geht er völlig auf. Stolz berichtet er von den Interviews, die er im Laufe der Jahre geführt hat. Das Gespräch mit dem Bürgermeister ist ihm besonders gut im Gedächtnis geblieben.

So wie Andreas beziehen auch die anderen Redaktionsmitglieder aus ihrer Arbeit eine Menge Selbstvertrauen. Für sie ist es eine Gelegenheit, zu zeigen, was sie können und Verantwortung zu übernehmen.

Schließlich wird das Resultat ihrer Arbeit von mehreren tausend Menschen gelesen. Ihre Zeitung hat eine Auflage von immerhin 1000 Exemplaren.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert