Für den Kreisverkehr läuft es alles andere als rund

Von: Patrick Nowicki
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Viel Betrieb an der Einmündun
Viel Betrieb an der Einmündung der Talstraße auf die Röthgener Straße: Eigentlich soll dort ein Kreisverkehr gebaut werden, allerdings verzögert sich der Bau weiter. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Kreisverkehre entwickeln sich in Eschweiler zum Dauerthema. Die Pläne für die Einmündung des Jägerpfades auf die Wilhelminenstraße schafften es ins Jahresbuch des Bundes der Steuerzahler.

Die SPD strich das Projekt. Der Kreisverkehr Eifel­straße ist auf den Sanktnimmerleinstag verschoben. Jetzt wird der Kreisverkehr an Langwahn und Tal­straße zur nie nie enden wollenden Geschichte.

Wieder ein runder Tisch

Über die Zahl der Kapitel, die noch zu schreiben sind, herrscht alles andere als Einigkeit. Die EVS (Euregio Verkehrsschienennetz GmbH) ist Herrin des Verfahrens. Ihr Geschäftsführer Thomas Fürpeil betont: „Wir können nicht sagen, wann er gebaut wird.” So soll in Kürze ein runder Tisch mit allen Beteiligten stattfinden. Das sind neben der EVS auch die Stadt Eschweiler für die Gehwege und die Städteregion für die beiden Straßen. „Erst nach diesem runden Tisch können wir etwas Konkretes mitteilen”, vertröstet Fürpeil.

Bei der Stadt und der Städteregion wartet man auf ein Signal der EVS. Um Baurecht zu schaffen, müssen bestimmte Unterlagen bei der Bezirksregierung eingereicht werden. Bei Anlagen an Bahnübergängen gelten besondere Vorschriften. Diese liegen inzwischen in Köln vor. Der Leiter des Planungs- und Vermessungsamtes Eschweiler, Dr. Bernd Hartlich, betont: „Unsere Vorbereitungen sind abgeschlossen, wir sind bereit.”

Das bedeutet jedoch nicht, dass die Bagger in Kürze anrollen. Selbst Dr. Hartlich sieht den Baubeginn erst frühestens im Jahr 2014. „Wenn alles glatt läuft”, schränkt er ein. Die Stadt hat die Mittel für den Bau des Kreisverkehrs bereits im Etat 2013 verankert - sie ist allerdings auch nur mit den Kosten für die Gestaltung der Gehwege beteiligt.

Wie so häufig scheitert ein schneller Baubeginn am Geld, denn EVS, Stadt und Städteregion wollen ihren Anteil an den Kosten natürlich so gering wie möglich halten. Das hat bereits in der Vergangenheit zu Verzögerungen geführt. In Gesprächen ist man zur Entscheidung gekommen, dass die EVS die Federführung übernimmt. Die Stadtverwaltung war deswegen vor einigen Wochen noch optimistisch, dass der Knoten nun durchschnitten ist und der Bau beginnen kann.

Der Kreisverkehr an der Tal­straße stand von der ersten Planung an unter keinem guten Stern. Zunächst musste die Stadtverwaltung den Kreisel verkleinern, weil man sich mit einem Anlieger nicht auf einen Grundstückskauf einigen konnte. Erst Wochen später folgte die Kehrtwende. Nach der Einigung und dem Grundstücksgeschäft zog man wieder die Pläne für den größeren Kreisverkehr aus der Schublade. Danach brach der Disput darüber aus, wer welche Aufgabe zu übernehmen und zu bezahlen hat. Seitdem warten die Röthgener vergeblich darauf, dass der Verkehrsknoten endlich entschärft wird.

Verständnis für Bürger

„Das kann man den Menschen natürlich schwer erklären”, zeigt Dr. Bernd Hartlich Verständnis für die Beschwerden der Anwohner. Allerdings müsse man bestimmte Genehmigungsschritte einhalten. Und diese seien oft langwierig. Allerdings war die Stadtverwaltung vor einem Jahr selbst noch von einem Baubeginn in 2013 ausgegangen.
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