Für den Glauben zu Märtyrern geworden

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„Wer erinnert sich an Kaplan Dinstühler?”, fragte Prälat Professor Moll bei seinem Vortrag über Eschweiler Märtyrer und zeigte ein Bild des Geistlichen. Rudolf Briefs (links) ist einer, der sich erinnern kann. Er berichtete von einem Besuch Dinstühlers im Haus seiner Eltern.

Eschweiler. „Wer kennt noch den Namen Friedrich Dinstühler?” Im Saal gehen die Finger hoch. „So viele”, staunt Prälat Dr. Helmut Moll. Der Geistliche ist in Eschweiler auch 65 Jahre nach seinem Tod unvergessen. Er starb in einem Konzentrationslager. Ein Märtyrer des 20. Jahrhunderts.

Darum geht es dem Professor aus Köln: Die Erinnerung an Menschen zu bewahren, die für ihren Glauben gestorben sind. Sie dem Vergessen zu entreißen - wie etwa den Schlosser Johann Hubert Klinkenberg, an den sich niemand der vielen Eschweiler Besucher am Dienstagabend im Gemeindezentrum St. Michael erinnern konnte.

Das Gemeindezentrum l der Pfarre St. Peter und Paul war mit Besuchern gefüllt, als Hans Coenen vom „Forum Gott und die Welt” den Referenten vorstellte. Prälat Dr. Moll ist nicht nur katholischer Theologe - er hat bei Josef Ratzinger promoviert - , er ist auch Historiker. 1999 beauftragte die Deutsche Bischofskonferenz ihn, ein „Martyrologium des 20. Jahrhunderts” zu erstellen.

Am 18. Oktober 1999 überreichte er die beiden Bände dem greisen Papst Johannes Paul II. und berichtete am Dienstag davon: „So nachdenklich habe ich den Papst selten erlebt. Zu sehen, dass die Deutschen nicht nur Täter waren, sondern auch Opfer - über 400, die um ihres Glaubens willen umgebracht wurden.” Insgesamt enthält das Martyrologium über 700 Lebensbilder.

Den Zuhörern, unter denen auch viele Mitglieder des Eschweiler Geschichtsvereins waren, stellte Dr. Moll drei katholische Blutzeugen vor, die aus Eschweiler stammen oder mit Eschweiler eng verbunden waren: Pfarrrer Friedrich Dinstühler, Johann Hubert Klinkenberg und Pfarrer Theodor Kniebeler.
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