Eschweiler - Für Ambrosius Claudius Äezebär hat das letzte Stündlein geschlagen

Für Ambrosius Claudius Äezebär hat das letzte Stündlein geschlagen

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Für Ambrosius Claudius Äezebär hat nach einem denkwürdigen Wortgefecht das letzte Stündlein geschlagen.

Eschweiler. Fatales Fehlurteil oder gerechte Strafe? Am Dienstagnachmittag schlug in Weisweiler das (vorerst) letzte Stündlein für Ambrosius Claudius Äezebär. Nach einem emotionsgeladenen Prozess unter freiem Himmel wurde der Angeklagte den Flammen übergeben.

Zuvor hatten sich Ankläger Marcus Hack und Verteidiger Daniel Reinartz ein denkwürdiges Wortgefecht geliefert, das Prinz Patrick I. in größtmögliche Gewissenskonflikte stürzte. Doch nach eingehender Beratung mit Zeremonienmeister Michael verkündete seine Tollität schwersten Herzens und mit sichtbarem Unbehagen das drastische Urteil: „Tod durch Verbrennen!“

War Ambrosius Claudius Äezebär tatsächlich ein Unhold und Unruhestifter? Oder fungierte er nicht vielmehr als Wohltäter, der den Indestädtern in den zurückliegenden Wochen unzählige freudvolle Stunden bescherte? Für Verteidiger Daniel Reinartz stellte sich der Sachverhalt eindeutig dar: „Durch das Wirken des Angeklagten haben die Menschen wunderbare Zeiten erlebt. Überall herrschte Herzlichkeit und unbändige Fröhlichkeit“, fuhr der Verteidiger schwerste verbale Geschütze auf, um abschließend eine aus seiner Sicht rhetorische Frage zu stellen. „Diese Taten sollen nun gesühnt werden?“

Starke Worte, die die Argumentation von Ankläger Marcus Hack ins Wanken, aber eben nicht zum Einsturz brachten. Ambrosius Claudius Äezebär sei ein „Übeltäter“, der die Menschen mit dem „Virus Carnevalis“ infiziert und diese somit in einen tagelangen schädlichen Rauschzustand versetzt habe, so der Vorwurf des Anklägers. Beweise, denen sich auch Tollität Patrick I., Zeremonienmeister Michael und die übrigen Geschworenen nicht verschließen konnten. Ambrosius Claudius Äezebär musste büßen.

Vor Beginn des Prozesses hatten die Jecken der KG Lätitia Blaue-Funken-Artillerie Weisweiler den Delinquenten, den Narrenherrscher nebst Gefolge sowie das jecke Volk zu einem stimmungsvollen Rundgang durch den Ort eingeladen.

Für die nach wie vor zahllosen Sympathisanten des Freudenstifters bestehen übrigens berechtigte Gründe zur Hoffnung: Ein Namensvetter von Ambrosius Claudius aus der Sippe der Äezebären soll sein Augenmerk bereits auf den November gerichtet haben, um in die Fußstapfen seiner Vorfahren zu treten.

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