Fuchs-Gelände: Interessenten stehen Schlange, aber der Preis passt nicht

Von: pan
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Industriebrache an der Jülicher Straße: Nach wie vor ist das Fuchs-Gelände verwaist. Dort sollen Gewerbebetriebe ansiedeln. Anfragen gebe es reichlich, sagt der Projektentwickler. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Um das Gelände der Fuchs AG an der Jülicher Straße ist es ruhig geworden. Vor vier Jahren einigten sich der Projektentwickler Michael Klatt und die Stadt Eschweiler auf einen Bebauungsplan. Demnach sollte das 36.000 Quadratmeter große Areal Gewerbeflächen vorbehalten sein. Seitdem wartet man vergeblich darauf, dass der erste Bagger anrollt.

Keine Straße zu Valspar

Dafür gibt es laut Klatt mehrere Gründe, obwohl die Nachfrage nach wie vor groß sei. So sollte eine Straße bis zur Firma Valspar auf die Friedensstraße führen. Mit der Aufgabe der Produktion dort schwand jedoch das Interesse an eine direkte Anbindung. Die Verhandlungen mit potenziellen Investoren gestalten sich auch deshalb schwierig, weil die Stadt Gewerbegrundstücke sehr günstig anbiete. Klatt stellt klar: „Wir wollen hier entwickeln, sind aber nicht gezwungen, zu jedem Preis zu verkaufen.“

Er vertritt die Fuchs AG, die dort bis Ende 2000 Öle, Fette und Schmierstoffe für die Industrie und Wirtschaft herstellte. Mit dem Umzug der Produktion nach Mannheim war das Aus des Standorts besiegelt. Seit 1953 wurden an der Jülicher Straße chemische Stoffe hergestellt. Mit dem Abriss der Gebäude war es also nicht getan: Die Böden sind zum Teil erheblich belastet.

Mehrere Fachleute entwickelten schließlich in Abstimmung mit den Umweltämtern einen Sanierungsplan mit dem Ergebnis, dass ein Teil der Schadstoffe inzwischen entsorgt wurde und manche Flächen versiegelt wurden. Die großen Haufen auf dem Gelände sind die Überreste der Gebäude, die zu Recycling-Material geschreddert wurden. Dieses soll später beim Straßenbau auf dem Gelände verwendet werden.

„Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst“, betont Michael Klatt. Auf dem Areal befinden sich mehrere Entnahmestellen für Grundwasserproben. Jedes halbe Jahr werden die Ergebnisse des Fachlabors an die Umweltämter geschickt. Bisher sei es nicht zu Auffälligkeiten gekommen, sagt er und ergänzt: „Das Grundstück wurde großflächig von Altlasten befreit.“

Teilentwicklung möglich

Man wolle weiter die Zusammenarbeit mit der Stadt suchen, damit an der Jülicher Straße die Bagger anrollen. Wann das sein wird, steht noch in den Sternen. „Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, kann es sehr schnell gehen“, sagt Klatt. Inzwischen ist auch bereit, zunächst einen Teil der Fläche zu entwickeln.

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