Eschweiler/Stolberg - Frühjahrsputz: Sauberer Start in die Saison

Frühjahrsputz: Sauberer Start in die Saison

Von: Annika Kasties und Doris Kinkel-Schlachter
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Ab auf den Boden: Zum Frühlingsbeginn wird die Wohnung auf den Kopf gestellt. Da darf die ganze Familie ran! Foto: stock/Westend61

Eschweiler/Stolberg. Man kann es drehen wie man will: Der Frühjahrsputz bringt vor allem eins zum Vorschein – Müll. Und Dinge, von denen man endlich bereit ist, sich zu trennen.

Ob es sich dabei um alte Zeitschriften handelt, deren vergilbte Seiten im Papiermüll besser aufgehoben sind, als eingeklemmt zwischen Schreibtisch und Bürowand. Um Inlineskates, deren ungetragener Zustand sich – dem zwickenden Rücken nach zu urteilen – wohl auch in allzu naher Zukunft nicht ändern wird. Oder um das tolle Oberteil, für das man so viel Bewunderung einheimste. Vor zehn Jahren. Doch wohin mit den Dingen, die zu schade für den Mülleimer sind? In der Region gibt es viele Möglichkeiten, aussortierter Kleidung, Möbeln und Elektrogeräten ein neues Zuhause zu geben.

Eine Anlaufstelle ist das Sozialkaufhaus des Diakonischen Netzwerkes Wabe in Stolberg. „Wenn ich manchmal sehe, was für wertvolle Möbel die Menschen als Sperrmüll auf die Straße stellen, anstatt uns anzurufen, dann ist das schon traurig“, sagt Holger Kaminski, Fachanleiter im Sozialkaufhaus Stolberg. Denn vieles, an dem man sich selbst satt gesehen hat, kann anderen Menschen zugutekommen. Im Sozialkaufhaus können Bedürftige allerlei gebrauchte Möbel, Kleidung und Spielzeug für einen geringen Preis kaufen. Auch Wohnungen für Flüchtlinge werden in Zusammenarbeit mit der Stadt Stolberg zunehmend aus dem gespendeten Bestand bestückt, berichtet Kaminski. Der Spendenbereitschaft der Menschen sei dabei kaum Grenzen gesetzt. Sofern sich die Möbel in einem guten Zustand befinden, könne fast alles gespendet werden. Schwierig werde es allerdings bei alten schweren Eichenmöbeln. Für diese finde das Sozialkaufhaus meist keine Abnehmer. Das gleiche gelte für große Schrankwände. „Die Wohnungen sind dafür in der Regel zu klein.“ Wer seine Möbel spenden will, diese aber nicht selbst transportieren kann, kann das Sozialkaufhaus kontaktieren. Die Mitarbeiter holen die Möbelstücke dann mit einer Vorlaufzeit von etwa drei bis vier Tagen ab.

Ähnlich sieht es im Möbellager der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Eschweiler aus. Dort findet sich eine ganze Schatzkiste voll mit gebrauchten Tischen, Kommoden und Elektrogeräten. Frank Fenner von der Awo freut sich über jedes Möbelstück, das bei Bedürftigen der Region ein neues Zuhause findet. Denn der Koordinator des Lagers weiß: „Bedarf ist immer da und der steigt eigentlich von Monat zu Monat.“

Auf das Aussortieren folgt der eigentliche Frühjahrsputz. Winterkleidung waschen, -schuhe eventuell zum Schuster bringen, und dann weg mit dem Winter aus den Schränken. Entscheiden, ob Vorhänge und Gardinen im Sommer hängen bleiben oder nicht. „Man sollte vor dem eigentlichen Frühjahrsputz planerisch vorgehen. Das muss kein komplizierter Plan sein, eine Auflistung der zu erledigenden Dinge reicht aus – danach abhaken“, sagt Marianne Kaufmann. Am besten arbeite man sich dann raumweise voran, innerhalb des Raumes von oben nach unten, von außen nach innen, die Schränke von innen nach außen reinigen, erläutert die Hauswirtschafsmeisterin. Das Arbeitspensum sollte man realistisch einschätzen. Und sich vielleicht Unterstützung holen. „Gemeinsam macht der Frühjahrsputz mehr Spaß – und sich beim gemeinsamen Feierabend belohnen ebenfalls“, sagt die stellvertretende Leiterin des Helene-Weber-Hauses. Ihr Appell: Achten Sie auf eine gesunde Körperhaltung.

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