Friseur-Azubi gewinnt 2. Platz bei „Deutschlands bester Lehrling”

Von: ag
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Eschweiler. Stefan Trauer liebt es, frei und kreativ zu arbeiten, mit Farben zu spielen, ungewöhnliche Dinge zu wagen und neue Trends auszuprobieren. So entstehen Kostüme und Frisuren mit Blumen, Federn und Aufbauten auf dem Kopf.

„Etwas, was man auf der Straße wahrscheinlich nicht tragen würde”, sagt der 20-Jährige. Beim Wettbewerb „Deutschlands bester Lehrling” in Frankfurt am Main wurde seine Kreativität jetzt belohnt. In der Kategorie Kosmetik belegte der junge Friseur den 2. Platz.

Zum Thema „Fantasie” nähte er in Handarbeit ein Pfauenkostüm mit 1500 Federn, einer Schleppe und einem großen Fächer auf dem Rücken für sein Modell Corinna Ostermann. Drei Wochen lang saß er jede Nacht von 22 bis 4 Uhr an dem Kostüm und nähte. „Sonst habe ich dafür keine Zeit, außerdem kann ich nachts am besten kreativ sein”, erklärt Stefan. Bis auf den BH und die Leggins hat er alles selbst gemacht - alles mit der Hand, ohne Nähmaschine. Im Vorfeld des Wettbewerbs probierte er mit seinem Modell verschiedene Make-ups und Schattierungen aus, um den gewünschten „Pfaueneffekt” zu erzielen - mit Erfolg. Unterstützt wurde er dabei von seinen Ausbildern Marion Reinhard-Schiffer und André Everhartz.

Nach der Schule entschied sich Stefan, zunächst für eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann. Doch schon nach drei Monaten brach er sie wieder ab. Er entschloss sich schließlich, Friseur zu werden. Seine Mutter war auch Friseurin und hatte einen eigenen Betrieb. Daher kannte er den Beruf bereits. „Schon als Kind habe ich gerne mit Haaren gespielt, Freunde geschminkt, Modenschauen geguckt und Klamotten genäht”, sagt Stefan. Eine Lehrstelle fand der junge Mann aus Heimbach in der Eifel in der Indestadt. Nun pendelt er jeden Tag 60 Kilometer hin und wieder zurück. „Ich wollte eben nicht in einem kleinen Dorfladen arbeiten”, erklärt Stefan. Seine Entscheidung hat er bis heute nicht bereut.

Der Kontakt nach Eschweiler kam über Stefans großes Hobby, das Tanzen, zustande. Auch daher kommt ein Teil seiner Begeisterung für Makeup und Kostüme. Außerdem ist er in diesem Bereich genauso erfolgreich wie im Beruf: Im Jahr 2006 wurde er Deutscher Vizemeister im Paartanz.
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