Frischer Wind des French Quarter weht durch den Talbahnhof

Von: vr
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Mit Ausflügen in die Vorläufer des New-Orleans-Jazz bereicherten „Fats“ Lumma und seine „Cats“ die Jazz-Matinee. Foto: Volker Rüttgers

Eschweiler. Wenn Miss Melli und die Fats Jazz Cats zur Matinee laden, kann der Tag nur noch gut werden. Wenn das Pfingst-Jazz-Matinee dann auf die Vorläufer des New-Orleans-Jazz, die rhythmischen Klänge des Latino-Jazz zurückgreift, sorgt ein frischer Wind direkt aus dem French Quarter für das richtige Frühlings-Feeling.

Sie müssten sich zunächst noch ein wenig für ihren Stargast warm spielen, so Bandleader Dr. Klaus „Fats“ Lumma, der mit seinen Jazz Cats zunächst bluesig-jazzige Töne à la „St. Louis Blues“ und „My baby just cares for me“ anstimmte, bevor Miss Melli die Bühne und das Konzert im „Wohnzimmer“ der „Jazz Cats“, dem Talbahnhof, am Sonntagmittag bereichern sollte.

„Pfingsten zum Mitmachen“, so animierte Melanie Steffens alias Miss Melli ihr Publikum zum Mitsingen von Latino-Hits wie „Iko Iko“ und Consuelo Velázquez‘ „Besame mucho“. Direkt aus New Orleans‘ St. Peter‘s Street, dem kubanisch geprägten Musik-Epizentrum der Mississippi-Metropole, brachten die Fats Jazz Cats auch das „Girl from Ipanema“ auf die Bühne des Talbahnhofs, und zu Ehren des kürzlich verstorbenen Blues-Großmeisters B.B. King einen „Holy little blues“ mit „Glory Glory“ zu Gehör. Dabei bestachen die „Carpentier-Brothers“ Jan und Frank an Posaune und Klavier ebenso mit gefühlvollem Spiel wie Dr. Bernd Kröger, der im zweiten Programmteil nahezu jedes Stück mit einem Basssolo verfeinerte. Nur gut, dass Drummer Uwe Düppengiesser die musikalischen Zügel fest in seinen bewährten Händen hielt und „Fats von Gerolstein“ gemeinsam mit Miss Melli den Rhythmus-Rücken stärkte.

„What a difference a day made“ – auch für die ruhigen, gefühlvollen Songs blieb Platz bei der Pfingsten-Jazz-Matinee, die schließlich auch Fats einen Herzenswunsch erfüllen sollte, mit Miss Mellis Interpretation von „Do you know what it means to miss New Orleans“.

Wenn auch die Sehnsucht zur Heimat des Jazz während der Matinee greifbar war, helfen solche Konzerte nicht nur „Fats von Gerolstein“ über die lange Wartezeit bis zur nächsten Reise in die Südstaaten sicherlich gut hinweg.

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