Friedensgebet für Frauen und Kinder im Nahen und Mittleren Osten

Von: nile
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Beteten gemeinsam um Frieden in Kriegsgebieten: Rund 50 Gläubige versammelten sich zum Friedensgebet in St.-Peter-und-Paul. Foto: Stock

Eschweiler. Zu später Stunde und außergewöhnlichem Anlass trafen sich am Donnerstag Abend rund 50 Gläubige in der Kirche St.-Peter-und-Paul zum gemeinsamen Friedensgebet. „Wir sind betroffen angesichts der Lage vieler Menschen, die im Nahen und Mittleren Osten unter Krieg, Gewalt und Gewaltandrohung leiden müssen”.

Das erklärte Pastoralreferentin Schwester Martina Kohler zur Begrüßung. Das gemeinsame Gebet solle Ausdruck der Solidarität mit den Betroffenen und Opfern aller Religionen, Kulturen und sozialer Gruppen sein.

„Als Glaubende, die sich nicht mit der Logik von Waffengewalt abfinden können, wollen wir ein Zeichen setzen. Ein friedliches Zusammenleben verschiedener Kulturen und Religionen ist nur möglich, wenn Unterschiede nicht bekämpft, sondern anerkannt und respektiert werden”, sagt Schwester Martina. „Leben in Fülle” nenne man eine solche Form der Lebensvielfalt.

Während des Gebets wurde wiederholt an das Schicksal der Betroffenen im Nahen und Mittleren Osten erinnert: So wurde zum Beispiel ein Artikel aus der Süddeutschen Zeitung vorgetragen, der von einer 18-jährigen Syrerin erzählt, die nach Ägypten flüchtete.

Ergänzend gab es Berichte über jesidische Frauen im Irak, die an Islamisten der Terrorgruppe Islamischer Staat verkauft werden, sowie über das Schicksal von Kindern in den Kriegsgebieten. Nach jedem Text wurde eine Kerze angezündet, um den Opfern zu gedenken.

Beendet wurde das Friedensgebet mit Worten, die Papst Franziskus anlässlich seines Friedensgebets am 8. Juni im Vatikan sprach: „Herr, entwaffne die Zunge und die Hände, erneuere Herzen und Geist, damit das Wort, das uns einander begegnen lässt, immer ‚Bruder’ laute und unser Leben seinen Ausdruck finde in Schalom, Frieden, Salam!”

Davon sprach auch Schwester Martina, bevor sie die Anwesenden verabschiedete: „Lasst uns die Trennung nach ethnischen, nationalen, religiösen oder sozialen Gruppen überwinden!“

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