Freunde auch über die Grenze der Partei hinaus

Von: pan
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Wurden vor der Ratssitzung offiziell von Bürgermeister Rudi Bertram (rechts) verabschiedet: (von links) Manfred Groß, Angelika Köhler, Leo Gehlen, Ottmar Krauthausen, Martin Scholz, Angelika Zimmermann, Ute Casel, Agnes Zollorsch und Kristina Klinkenberg. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Etwas Wehmut klang mit, als Manfred Groß während der Ratssitzung sprach. Der langjährige stellvertretende Bürgermeister sitzt nicht mehr im Eschweiler Stadtrat, dem er 30 Jahre lang angehörte. Für Groß war mit der Kommunalwahl Schluss.

Bei der letzte Sitzung des Jahres wurden er und weitere acht Ratsmitglieder offiziell verabschiedet. Auch Leo Gehlen, von 2000 bis 2014 Fraktonsvorsitzender der SPD, zählte dazu.

Stellvertretend für alle Ausgeschiedenen trat Groß ans Mikrofon und warb für das Ehrenamt des Ratsvertreters: „In den 30 Jahren habe ich Freundschaften über die Parteigrenzen hinaus geschlossen.“ Die Arbeit sei manchmal zwar „strapaziös“ gewesen, aber er habe neue Menschen kennen lernen dürfen und habe viele wertvolle Erfahrungen gesammelt. „Am besten ist es, wenn es menschlich zusammenpasst, wenn man miteinander und über sich selbst lachen kann“, sagte der Christdemokrat, der im Jahr 2004 als CDU-Bürgermeisterkandidat gegen Rudi Bertram antrat.

Groß besetzte sein erstes Ratsmandat im Jahr 1984. Der Lehrerberuf prädestinierte ihn für den Schulausschuss, den er ebenso viele Jahre leitete wie den Kulturausschuss. Zudem bekleidete er von 1999 bis 2014 das Amt des stellvertretenden Bürgermeisters.

Als SPD-Fraktionsvorsitzender prägte Leo Gehlen in den vergangenen 14 Jahren die Politik in Eschweiler. Er übernahm dieses Amt nach dem Rücktritt von Thomas Stevens und führte die Sozialdemokraten durch Koalitionen mit der CDU und mit den Grünen, ehe die SPD in 2009 die absolute Mehrheit errang. An die Zeit mit den Grünen erinnerte ihn Ratsherr Dietmar Widell, der ihm einen grünen Gartenzwerg schenkte – in Erinnerung an den „kleinen Koalitionspartner“. Leo Gehlen zog sich auf eigenem Wunsch aus der Kommunalpolitik zurück.

15 Jahre lang zählten Ute Casel (CDU) und Agnes Zollorsch (SPD) zum Eschweiler Stadtrat. Die Christdemokratin und Bilanzbuchhalterin war nicht nur vier Jahre lang stellvertretende Fraktionsvorsitzende, sondern zuletzt auch Vorsitzende des Wahlprüfungsausschusses. Die Sozialdemokratin Agnes Zollorsch legte ihren Schwerpunkt in den Sozial- und Seniorenausschuss, dessen Vorsitz sie zwölf Jahre lang innehatte.

Zwei Legislaturperioden

Martin Scholz (SPD) rückte im Jahr 2002 für Hans-Günter Ehlers in den Rat nach. Anschließend vertrat er seine Partei ebenso zwei Legislaturperioden im Rat wie Angelika Zimmermann (SPD) und Ottmar Krauthausen (SPD). Krauthausen saß in den vergangenen fünf Jahren zudem dem Sportausschuss vor. Angelika Köhler und Kristina Klinkenberg (beide SPD) wirkten fünf Jahre im Rat der Stadt Eschweiler mit.

Bürgermeister Rudi Betram nutzte die Veerabschiedung, um allen ehrenamtlichen Politikern für ihre Arbeit zu danken und sie auszuzeichnen. Natürlich hatte er zu jedem auch die ein oder andere Anekdote zu erzählen.

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