Freifunk? Der Wirteverein findet’s gut!

Von: ran
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Internetnutzung, wo immer man möchte: Geht es nach Samuel Hillesheim, gehört Eschweiler bald zur „Freifunk-Familie“. Foto: Stock/Westend61
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Samuel Hillesheim (links), Initiator des Projekts „Freifunk Eschweiler“, erörterte während eines Informationstreffen im Haus Lersch sein Vorhaben einigen Interessenten. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Aachen hat es! Und auch in Baesweiler, Herzogenrath, Langerwehe und Jülich wird kostenloses WLAN ohne Registrierung angeboten. Möglich macht dies der gemeinnützige Verein „Freifunk Rheinland“, dem sich Gruppen in allen fünf vorgenannten Städten angeschlossen haben. Geht es nach Samuel Hillesheim, soll auch Eschweiler bald der „Freifunk-Familie“ angehören.

Am Dienstagabend traf sich der Diplom-Designer nun mit Interessierten im Haus Lersch, um sein Projekt vorzustellen, technische Möglichkeiten zu erörtern und eventuell auch Mitstreiter zu gewinnen.

„Ich bin beruflich als Selbstständiger tätig und erstelle unter anderem für Firmen Internet-Seiten. Für meine Kunden ist es wichtig, ihren Kunden beim Firmenbesuch WLAN zur Verfügung zu stellen. Dies ist in Eschweiler jedoch bisher nur mit Registrierung möglich, da noch kein Freifunk vorhanden ist“, benennt Samuel Hillesheim den momentanen Stand der Dinge.

Um dies zu ändern, nahm der 33-Jährige Kontakt zur Aachener Freifunkgruppe auf: „Ein gutes Beispiel ist die Pontstraße mit ihren vielen gastronomischen Betrieben. Dort ist fast durchgehend kostenfreies WLAN zu empfangen. Ich bin überzeugt, dass ein solches Angebot auch für die Eschweiler Gastronomen, aber auch für alle weiteren Geschäftsleute, sehr interessant wäre.“

Einen Schritt weiter

Eine Annahme, mit der Samuel Hillesheim bei Frank und Marc Lersch sowie Max Rinkens durchaus offene Türen einrennt. Alle drei Gastronomen waren beim ersten Treffen am Dienstag vor Ort, da sie sich ernsthaft mit dem Gedanken befassen, in ihren Betrieben möglichst bald Freifunk anzubieten. „Sofern es die technischen Möglichkeiten hergeben, sind wir mit von der Partie“, erklärt Max Rinkens. Ein zeitnaher Ortstermin in Fronhoven soll Klarheit bringen.

Einen Schritt weiter ist bereits Willi Meier, der in Kürze in seiner Gaststätte „Schneckes“ kostenfreies WLAN ohne Registrierung anbieten wird. Darüber hinaus soll das Thema „Freifunk“ während der nächsten Versammlung des Eschweiler Wirtevereins auf der Tagesordnung stehen. Und auch die Kommunalpolitik soll ins Boot geholt werden: Ein Treffen von Samuel Hillesheim mit Bürgermeister Rudi Bertram hat bereits stattgefunden.

Am vergangenen Montag war der Wahl-Indestädter, der an der RWTH Aachen Design studierte, Gast der SPD-Fraktion. Doch genau wie der Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling, der in der Uferstraße einen Hotspot anbietet, betont er: „Freifunk ist natürlich überparteilich. Deshalb würde ich mich freuen, das Projekt auch bei anderen Fraktionen vorstellen zu dürfen.“

Regelmäßiger Stammtisch

Wichtig für den Projektinitiator ist es auch, dass sich die Mitstreiter regelmäßig treffen, um sich auszutauschen. So regt Samuel Hillesheim einen „Stammtisch“ an, der im Abstand von 14 Tagen zusammenkommen soll. Das nächste Treffen ist für Dienstag, 24. November, um 19.30 Uhr in der Gaststätte „Schneckes“ (Schnellengasse 1) anberaumt. Weitere Informationen sind bei Samuel Hillesheim unter der Telefonnummer 02403/8818133 oder per E-Mail unter samuel.hillesheim@freifunk-eschweiler.de erhältlich.

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