Frauen-Wasserball: Brutaler Sport? Nein, ein sehr ästhetischer!

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Ein erster Achtungserfolg: Für die Wasserfreunde Delphin Eschweiler geht nun auch wieder eine Damen-Wasserballmannschaft an den Start. Foto: Simon Münstermann
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Packende Zweikämpfe gehören zum Wasserball stets dazu.

Eschweiler. Die Eschweiler Delphine haben erstmals nach mehr als 20 Jahren wieder eine Frauen-Wasserballmannschaft. Die Mädchen und Damen im Alter von 10 bis 30 Jahren trainieren gemeinsam mit den Eschweiler Herren in der Jahnhalle und konnten in einem ersten Freundschaftsspiel gegen die erfahrenen Damen des Stolberger Schwimmvereins bereits einen ersten kleinen Achtungserfolg erzielen.

Trotz geringerer Spielpraxis und einem deutlich jüngeren Team hielt die neu geformte Mannschaft gut mit. Die meisten Spielerinnen des Teams sind bereits in anderen Abteilungen der Wasserfreunde Delphin Eschweiler aktiv: in der Schwimmmannschaft, im Synchronschwimmen oder Triathlon, manche sind als „Quereinsteiger“ aus anderen Sportarten zum Wasserball gekommen.

Wasserballwartin und Spielertrainerin Ann-Kathrin Mertens zeigt sich sehr zufrieden mit der Leistung, besonders der kleinen Delphine. So konnte die noch unerfahrene Torhüterin Saghar Haghir mit einigen Paraden ihr Können unter Beweis stellen.

Wasserball, das ist eine Sportart, die nur selten im Fernsehen zu sehen und deshalb den meisten vollkommen unbekannt ist. Entsprechend halten sich einige Vorurteile beharrlich, zum Beispiel dass es sich um einen brutalen Sport handelt, der gerade deshalb ein reiner Männersport ist.

Tatsächlich ist Wasserball ein sehr athletischer Sport, der hohe Anforderungen an die körperliche Fitness stellt, teilt der Verein Wasserfreunde Delphin Eschweiler mit. Die oft gezeigten Unterwasserbilder von sich haltenden Spielern entsprechen dabei aber zum Beispiel dem Positionskampf im Fußballstrafraum, wobei die Schiedsrichter zum Schutz der Spieler wesentlich strikter pfeifen und Zeitstrafen verhängen, ähnlich dem Eishockey.

Für Damenwasserball gilt, wie bei vielen anderen Spielsportarten, dass die Damen oft technisch attraktiver, dafür jedoch weniger körperbetont agieren als die Männer. Eine der Herausforderungen im Wasserball ist es, die Übersicht über Mitspieler, Gegner und Ball zu behalten, was im Wasser meist schwierig ist. „Das ist, als ob man im Fußball mit dem Kopf auf Rasenhöhe spielen würde“, so Simon Münstermann, technischer Leiter der Delphine und selbst aktiver Wasserballer.

Starke Verjüngung

Innerhalb der Wasserballabteilung der Wasserfreunde Delphin Eschweiler hat eine starke Verjüngung stattgefunden, der Nachwuchsbereich wurde gezielt ausgebaut. „Wir freuen uns über jedes neue Mitglied und haben in den vergangenen Jahren verstärkt in die Nachwuchsausbildung investiert.“ beschreibt Ann-Kathrin Mertens die positive Entwicklung und ergänzt: „Wir hoffen, den Wasserballsport in Eschweiler damit nachhaltig zu stärken und bedanken uns bei der Stadt Eschweiler und vor allem bei der Bäderleitung, die dieses Freundschaftsspiel außerhalb der regulären Öffnungszeiten erst möglich gemacht haben!“

Erste Früchte ihrer Bemühungen ernten die Delphine besonders im Jugendbereich, so wurde die Nachwuchsspielerin und Schwimmerin Aurelie Münstermann, zehn Jahre alt, zum 2. Edith-Seyfert-Turnier des Schwimmverbands NRW ins Freibad der Schwimmsportfreunde Aegir Uerdingen, eingeladen. Bei diesem U13-Sichtungsturnier treten junge Wasserballerinnen unter 13 Jahren in gemischten Mannschaften gegeneinander an, um ihr Können zu beweisen. Die Delphin-Sportlerin spielte mit und gegen Nachwuchsspielerinnen von Bundesligavereinen und konnte mit guten Leistungen Eschweiler wieder auf die „Landkarte“ des Damen-Wasserballs in Nordrhein-Westfalen setzen.

Die Wasserballerinnen gehen jetzt in die verdiente Sommerpause, in der sich die Wasserballerinnen zusammen mit den anderen Delphinen im Freibad Dürwiß unter anderem mit Laufen, Beachvolleyball und Schwimmtraining fit halten werden. Nach den Sommerferien geht es dann mit der Öffnung der Schwimmhalle Jahn-straße in die Vorbereitung der Saison 2017/2018.

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