Fotoausstellung: Auch ein Treppenhaus kann ästhetisch sein

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Eschweiler. „OutSightIn 6“ – ein Aufmerksamkeit beanspruchender Titel für eine Ausstellung von Kunst. Irena Paskali und Holger Hagedorn zeigen vom 31. Mai bis 25. Juli ihre Arbeiten in der Galerie Art Engert an der Wilhelmstraße 73g. Die Ausstellung wird am Sonntag, 31. Mai, 17 Uhr, eröffnet. Die Galeristin Anita Engert führt in einem Dialog mit den beiden Künstlern in die Ausstellung ein.

Irena Paskali ist eine vielseitige, ihr Medium virtuos und stringent handhabende Fotografin mit einer breiten Skala von Themen. 1969 in Ohrid in Mazedonien geboren, studierte sie in Skopie, Mazedonien, an den Fakultäten für Naturwissenschaften und Bildende Künste, wo sie jeweils 1995 und 2000 den Bachelor ablegte. Anschließend erwarb sie 2007 an der Kunsthochschule für Medien in Köln den Master. Stipendien führten sie von 2001 bis 2008 von Weimar über Hall in Tirol (2004), Paris (2007) nach New York (2008).

Sie hat eine Reihe von internationalen Auszeichnungen und Preise erhalten und eine Reihe von nationalen und internationalen Ausstellungen absolviert. In der jetzigen Ausstellung zeigt die Künstlerin Arbeiten aus ihren Werkgruppen „Treppenhaus“ und „Urban Landscapes“. Beide Zyklen beschäftigen sich mit dem Raum. Das Treppenhaus wird in einer völlig unbekannten Perspektive dargestellt. Die Kamera ist bei ihr nicht auf einen festen Standpunkt fixiert. Ebenso wenig ist das Objektiv auf eine Blickrichtung fokussiert, vielmehr in eine Drehbewegung versetzt. Aus der Rotation entsteht ein den Raum abtastendes Panoramabild, das sich aus dem räumlichen Kontext entwickelt.

Gestreckte Werke

Das Treppenhaus wird von seiner funktionalen Bedeutung, verschiedene Räume und Orte zu verbinden und zu erschließen, freigesetzt. Neben den Treppenhausbildern zeigt Irena Paskali eine Gruppe extrem horizontal gestreckter Fotografien, die den Titel „Urban Landscapes“ tragen. Das Motiv – etwa das des Kölner Domes und einer U-Bahn-Station im städtischen Raum – wird in dieser Werkgruppe durch die sich panoramatisch bewegende Kamera in eine seismografische Abfolge von Takten aufgegliedert. In ihren Videos erweitert sie ihre Vorstellungen von Raum und Zeit zu einem interkulturellen Dialog.

Holger Hagedorn, geboren 1965 in Rees, ist Bildhauer, Installations- und Landart-Künstler. 1992 schloß er ein Kunst- und Geographiestudium an der Universität Köln mit dem Staatsexamen ab. Studien an der Kunstakademie Düsseldorf bei den Professoren Rissa und Prof Klapheck schlossen sich an. Seit 1989 ist er als freischaffender Multimedia-Künstler (Malerei, Installation, Metall- und Holzplastik, Performance, Land-art, Kunst und Kirche, Kirchenausstattungen, Objekte, Projekte).

Er nahm an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland teil und wurde mit vielen Förderungen und Stipendien ausgezeichnet, nahm an zahlreichen Wettbewerben mit Platzierungen teil und veranstaltete alleine 87 Jugend-Kunst-Projekte. Werke von Holger Hagedorn sind das Ergebnis poetischer Transformationen. Er arbeitet mit immer neuen Materialien und Materialkombinationen. Die Neukonstruktion des Materials zu Installationen, Plastiken und Skulptur-Objekten verweist dabei mit viel Ironie auf die Vergänglichkeit des Materiellen.

Die Galerie Art Engert ist geöffnet dienstags bis freitags von 14 bis 19 Uhr sowie samstags nach Vereinbarung.

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