Forum will „über den Tag hinaus denken”

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Der Rechtsanwalt Hans Coenen ist Motor und Ideengeber des Forums „Gott und die Welt”. Er wirbt für ein aufgeklärtes Christentum, in dem sich Glauben und Denken verbinden.

Eschweiler. Der Name ist Programm. Das „Forum Gott und die Welt” setzt sich kritisch und konstruktiv mit religiösen Fragen und gesellschaftlichen Themen auseinander. In diesem Jahr sind vier Vortragsabende geplant, und erfahrungsgemäß wird an diesen vier Abenden das Gemeindezentrum St. Michael an der Steinstraße wieder voll sein.

Entstanden ist das Forum aus der Erwachsenenbildungsarbeit der katholischen Pfarre St. Michael. Inzwischen gehört das Gemeindezentrum an der Steinstraße zur Stadtmitte-Pfarrgemeinde St. Peter und Paul. Geprägt ist es von katholischen Christen, die sich „in besonderem Maße dem Geist des II. Vatikanischen Konzils und dem kritischen Dialog innerhalb der Kirche verpflichtet fühlen”, sagt Hans Coenen. Der Eschweiler Rechtsanwalt ist Motor und Ideengeber des Forums.

Auch dem ökumenischen und dem interreligiösen Dialog fühle man sich verpflichtet, fügt er an, und dem Gespräch mit Menschen, die der Kirche und den Religionen skeptisch gegenüber stehen. Coenen: „Das Angebot des Forums Gott und die Welt richtet sich an Frauen und Männer, die über den Tag hinausdenken und dabei die religiöse Dimension nicht vergessen.”

Für das Jahr 2010 plant das „Forum Gott und die Welt” vier Vortragsabende. Alle finden im Gemeindezentrum St. Michael, Steinstraße 88, statt, immer dienstags, und beginnen um 20 Uhr, Eintritt frei - beziehungsweise „freiwillig”, steht auf der Einladung. Hier ein Überblick über die Themen:

2. März: „Eschweiler Blutzeugen der NS-Zeit dem Vergessen entreißen!” An diesem Abend wird der Prälat Professor Dr. Helmut Koll (Köln) über drei Menschen aus Eschweiler berichten, die Opfer des Nationalsozialismus geworden sind: den Pfarrer Theodor Kniebeler, den Techniker Johann Hubert Klinkenberg und den Pfarrer Friedrich Dinstühler. Unterstützt wird die Veranstaltung vom Eschweiler Geschichtsverein.

27. April: „Damit ihr Hoffnung habt - Perspektiven der Ökumene in Deutschland auf dem Weg zum Ökumenischen Kirchentag”. Dieser 2. Ökumenische Kirchentag findet von 12. bis zum 16. Mai in München statt und wird von engagierten Christen, evangelischen und katholischen, bereits jetzt lebhaft diskutiert. Referent ist Dr. Johannes Oeldemann vom Adam-Möhler-Institut Paderborn.

7. September: „Der Mensch - Plan Gottes oder (dummer) Zufall?” Ein Thema, bei der die Stichworte Evolution und Darwinismus sozusagen im Raum stehen. Oder sind vielleicht doch Schöpfungsglaube und das Wissen um die Evolution vereinbar? Referent ist Professor Dr. Ulrich Lüke, Biologe und Theologe an der Aachener Hochschule.

26. Oktober: „Wie verantwortlich mit den Schöpfungstexten der Bibel umgehen?” Diesem Thema widmet sich Professor Dr. Heinz-Josef Fabry von der Universität Bonn. Der vor wenigen Tagen emeritierte Hochschullehrer Fabry gilt als einer der renommiertesten Alttestamentler in Deutschland und ist Herausgeber des Theologischen Wörterbuchs zum Alten Testament.
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