Forum Andalusien: Vom Flamenco bis zum Mythos von Don Juan

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Eschweiler. Im goldgerahmten grünen Postament mit silbernen Balken des Wappen von Andalusien steht die dreizeilige goldene spanische Inschrift „Andalucia por si, para Espana y la Humanidad“. Übersetzt: „Andalusien für sich, für Spanien und die Menschheit.“ Der Europaverein GPB lädt zu einer Veranstaltung rund um Andalusien ein.

Schirmherr ist der Generalkonsul Francisco Aguilera Aranda. Europa ist die Heimat für die unterschiedlichsten Menschen, die die europäische Gesellschaft bilden. Europa und seine kulturelle Identität leben von der ständigen Konfrontation mit dem Neuen, dem Anderen, dem Fremden. Dabei soll eine stärke europäische Identität keineswegs die lokale, regionale oder gar nationale Identität verdrängen. Das Motto der Europäischen Union lautet „In Vielfalt geeint“.

Der Europaverein GPB ist davon überzeugt, dass die Akzeptanz der kulturellen Vielfalt ein Wesensmerkmal der EU ist. Die europäische Integration verläuft in vielerlei Hinsicht anders als die Konstituierung der Nationalstaaten im 19. Jahrhundert. Vor allem bleibt heute die Hoffnung, dass sich eine europäische Identität ohne den großen äußeren Feind finden lässt, ohne den Zusammenstoß unterschiedlicher Kulturen.

Nach den Foren zur Außen- Sicherheits-, zur Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik, zur einem Aspekt der neuzeitlichen Geschichte im Europa Salon präsentiert der Europaverein in seinem 4. Forum Andalusien.

Zwei Franzosen sind schuld am schönsten Andalusien-Klischee: dem der feurigen Zigeunerin Carmen aus der Sevillaner Tabakfabrik, von Prosper Mérimée 1845 literarisch in die Welt gesetzt und von Georges Bizet 1875 in seiner Oper „Carmen“ musikalisch verewigt.

Andalusien war bei vielen Völkern begehrt. Die gute Lage, das mediterrane Klima und der Reichtum der Natur, weckten Begehrlichkeiten. Und so fanden in der Geschichte Andalusiens viele Schlachten und Machtwechsel statt, die die Region ständig veränderten.

Das Angebot für den Besucher ist vielfältig, von goldenen Sandstränden bis zu schönen Berglandschaften mit interessanter Fauna und den bekannten „weißen Dörfern“ mit ihrem Reichtum an Folklore und Handwerkskunst. Auch Sportbegeisterte kommen voll auf ihre Rechnung: die Windsurfer besonders in Tarifa, an der Küste von Cadiz, wo einzigartige Windbedingungen herrschen, und die Skifahrer in der stets verschneiten Sierra Nevada. Andalusien ist auch das Mutterland jener spanischen Bräuche, die im Ausland wohl am bekanntesten sind: hier kann man die Magie des Flamenco sowie den Stierkampf in ihren wohl authentischsten Formen erleben. Auch Mythen – wie die des Don Juan – wurden dort geboren.

Im Hotel de Ville präsentiert der GPB am 5. Dezember, 19 Uhr, Andalusien in Geschichte und Geschichten, Menschen und Landschaften, Musik und Literatur. Für Musik sorgen Sergio Calero Fernandez (klassische Gitarre) und Carmen Pavón (Violine). Zudem ist eine Formation der Tanzschule Al Andalus aus Aachen eingebettet in die multimedialen Informationsblöcke, ausgearbeitet von Annelene Adolphs vom Europaverein. Im Anschluss gibt es einen andalusischen Empfang.

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