Eschweiler - Fortunen sind auf den Ernstfall gut vorbereitet

Fortunen sind auf den Ernstfall gut vorbereitet

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Haben ihre Kenntnisse in der Ersten Hilfe wieder aufgefrischt: die Ubungsleiter und Helfer von Fortuna Weisweiler mit ihrem Kursleiter Walter Pontzen (3. von links).

Eschweiler. Was tun, wenn ein Kind oder ein Erwachsener während einer Turnstunde bewusstlos umfällt oder sich auf sonst irgendeine Weise verletzt? Für diesen Fall sind die Übungsleiter und Helfer vom Turnverein SV 08 Fortuna Weisweiler auf jeden Fall gut vorbereitet.

Sieben Übungsleiter und vier Helfer haben jetzt ihre Kenntnisse in Erster Hilfe in einem Weiterbildungskurs beim Malteser Hilfsdienst aufgefrischt. Bereits morgens um 9 Uhr ging es mit der Theorie los. Wie muß man im Notfall richtig reagieren? Nicht nur die „alten Hasen” bei Fortuna gingen mit Malteser-Kursleiter Walter Pontzen die richtige Schrittreihenfolge der lebensrettenden Sofortmaßnahmen nochmals durch, auch die Jüngeren waren mit Eifer bei der Sache.

Gegen Mittag war dann die Praxis dran. Mit Hilfe modernster Technik, einem Defibrillator, übten die Fortuna-Mitglieder die korrekte Wiederbelebung einer bewusstlosen Person. Dabei dient das Defibrillationsgerät lediglich der Unterstützung der Ersthelfer, die im übrigen immer zu zweit den Hilfebedürftigen betreuen sollten. So bildeten auch die Kursteilnehmer während der Übungen immer Zweierteams.

Die eigentliche „Arbeit” bei der Wiederbelebung der Übungspuppe, oder - im Ernstfall - des tatsächlich bewusstlosen Menschen, muss trotz des Defibrillators von den Ersthelfern erledigt werden. Im regelmäßigen Abstand erfolgt die Herzdruckmassage, abgewechselt von der Atemspende. Die Mitglieder von Fortuna stellten sich dabei sehr gut an. „Ich würde mich jederzeit von Ihnen retten lassen”, lobte Walter Pontzen die Kursteilnehmer während der wohlverdienten Mittagspause.

Dabei räumte er auch aufkommende Zweifel an den Folgen einer eventuell nicht gewollten Rettung, zum Beispiel bei Menschen die per Patientenverfügung keine lebenserhaltenden Maßnahmen wünschen, aus dem Weg: „Wenn jeder Angst vor den Folgen einer möglichen Rettung hätte, würde niemand mehr helfen.”

Und so ging es nach einer kurzen Stärkung unerschrocken weiter mit dem Üben von Erste-Hilfe-Maßnahmen, so zum Beispiel auch das richtige Verhalten bei Schockzuständen oder das Anlegen eines Druckverbands.

Helfen ist selbstverständlich

Natürlich hoffen alle Übungsleiter und Helfer, dass es während ihrer Aufsicht bei den Übungsstunden oder auch bei Turnieren nie zu einer ernsthaften Verletzung der beaufsichtigten Kinder oder der Erwachsenen kommt, dennoch ist es für die Fortunen selbstverständlich auf den Erstfall vorbereitet zu sein.

Die Kosten für diesen wichtigen Auffrischungs- und Weiterbildungskurs werden von der Berufsgenossenschaft übernommen.
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