Fortuna Weisweiler holt den Hallentitel

Von: Andreas Röchter
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Fortuna Weisweiler
Fortuna Weisweiler besiegte im Endspiel Rhenania Eschweiler mit 4:0 und sicherte sich zum ersten Mal den Titel des Hallenfußball-Stadtmeisters. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Die 25. Eschweiler Hallenfußball-Stadtmeisterschaft bot den zahlreichen Zuschauern in der Halle des Berufskollegs gleich mehrere Premieren: Erstmals heißt der Champion Fortuna Weisweiler, erstmals zog mit Rhenania Eschweiler ein C-Ligist in das Endspiel ein und erstmals war der SC Berger Preuß mit von der Partie und feierte mit dem Halbfinaleinzug einen gelungenen Einstand.

Nach zwei mitreißenden Vorschlussrundenpartien konnte das Finale, in dem mit Fortuna Weisweiler der Erste und mit Rhenania Eschweiler der Elfte der Setzliste aufeinandertrafen, in puncto Emotionen zwar nicht ganz die Erwartungen erfüllen, doch das war vor allem den Weisweiler Fortunen ziemlich gleich.

Thorsten Malik in der dritten Spielminute, sowie nach dem Seitenwechsel Resit Yilmaz (15.) Mustafa Selmani (16.) und erneut Thorsten Malik (18.), der mit insgesamt elf Treffern auch Torschützenkönig der von Falke Bergrath organisatorisch glänzend ausgerichteten und von der Sparkasse einmal mehr unterstützten Stadtmeisterschaft wurde, sorgten für den letztlich deutlichen 4:0-Endspielsieg über tapfere Rhenanen, denen in der Schlussphase des Finales die Körner fehlten.

Pascal Cremer gleicht aus

Davon konnte im Halbfinale gegen Germania Dürwiß noch keine Rede sein. Bereits in der ersten Spielminute umkurvte Kevin Kremer Germania-Torhüter Manfred Wangnick und schob zum 1:0 für die von Simon Bündgens betreute Elf von der Pumpe ein. Als Dominik Henkel und Burak Karaman die Germanen bis zur Pause allerdings mit 2:1 nach vorne schossen, schien sich der favorisierte A-Ligist durchzusetzen. Doch nach dem Seitenwechsel glich Tobias Wirtz jeweils zum 2:2 und 3:3 aus, bevor Kevin Köcher die Rhenania 50 Sekunden vor der Schlusssirene mit 4:3 erneut in Führung schoss.

Damit aber nicht genug: 17 Sekunden vor Schluss war der ehemalige Rhenane Pascal Cremer für die Germania zur Stelle und erzielte den 4:4-Ausgleich. Das Neunmeterschießen musste entscheiden: Während sich Torhüter Manfred Wangnick zunächst als erfolgreicher Strafstoßschütze für Dürwiß erwies, scheiterte Rhenania-Keeper Kevin Elkenhans mit seinem Versuch, machte jedoch seinen Fehler mehr als wett, indem er zwei Neunmeter reaktionsschnell parierte. Kevin Kremer, Tobias Wirtz und Kevin Köcher verwandelten dagegen für die Rhenania sicher. Die Überraschung war perfekt.

Tollhaus Sporthalle

Die Eschweiler Rhenania, die ihren Einzug in die Vorschlussrunde nicht zuletzt auch dem SC Berger Preuß verdankte, der, bereits für die Runde der letzten Vier qualifiziert, den SV St. Jöris mit 4:0 bezwang und es so den Rhenanen ermöglichte, auf Grund des besseren Torverhältnisses an St. Jöris vorbeizuziehen, stand im Endspiel. Und dass sie dort auf Fortuna Weisweiler treffen würde, hätte vier Minuten vor dem Ende der zweiten Vorschlussrundenpartie wohl kaum ein Zuschauer mehr erwartet. Denn nach Toren von Stefan Bisdorf, Michael Kleemann und Max Hüskens (bei 4:2-Überzahl) sowie einem Gegentreffer von Thorsten Malik führte der SC Berger Preuß scheinbar sicher mit 3:1 gegen eine bis dahin nur bedingt überzeugende Weisweiler Fortuna.

Doch die Mannschaft von Trainer Frank Löhr schaltete nun in den höchsten Gang. Babak Cheragh-pour mit einem platzierten Weitschuss, unmittelbar danach Mustafa Selmani, Daniel Brück per Schlenzer in den Winkel und Thorsten Malik mit dem entscheidenden Tor zum 5:3 quasi mit dem Schlusssignal verwandelten die Halle in ein Tollhaus und ließen den Fortuna-Fanblock nahezu explodieren. Mit derart viel Adrenalin im Blut waren die Fortunen dann auch im Endspiel nicht mehr zu stoppen.

Ohne Punktverlust

In den Endrunden-Gruppenspielen hatte der spätere Turniersieger sein Pensum noch eher unterkühlt abgespult: Dem 4:2-Auftaktsieg über Ausrichter Falke Bergrath folgte ein 1:1-Unentschieden gegen Rhenania Lohn. Nachdem die bis dahin punktlosen Falken in ihrem letzten Turnierspiel gegen Rhenania Lohn mit 6:4 die Oberhand behalten hatten, stand der Halbfinaleinzug bereits vor der Partie mit Germania Dürwiß fest.

Im Spiel um den Gruppensieg unterlagen die Fortunen den Germanen mit 2:3, so dass Dürwiß sich ohne Punktverlust Platz eins in der Endrundengruppe A, in der alle drei indestädtischen A-Ligisten vertreten waren, sicherte. Gleiches gelang dem SC Berger Preuß in der Gruppe B, in der Titelverteidiger Sportfreunde Hehlrath keinen guten Tag erwischt hatte. Im Derby gegen den SV St. Jöris, für den Tobias Streusser und Kai Vonderbank trafen, setzte es eine 1:2-Niederlage und nach dem 0:2 gegen Berger Preuß stand das Aus bereits vor der Begegnung mit Rhenania Eschweiler, die mit 1:3 verloren ging, fest.

Bitteres Ende

Besonders bitter endete der zweite Turniertag für den SV St. Jöris, dessen Ausgangsposition nach vier Punkten aus den Spielen gegen Hehlrath und Rhenania Eschweiler durchaus gut war und dem im abschließenden Gruppenspiel gegen den SC Berger Preuß auch noch eine Niederlage mit zwei Toren Unterschied zum Einzug in das Halbfinale gereicht hätte. Doch vielleicht lag darin gerade das Problem, denn der SV überließ den Berger Preußen fast komplett die Initiative und änderte seine Spielweise auch nach den Gegentoren durch Mike Gebauer (1. Minute) und Hicham Boubrik kaum.

So passierte, was passieren musste: Der SC Berger Preuß erhöhte in Überzahl durch Stefan Bisdorf auf 3:0. Vergeblich bemühte sich der SV, nun den Schalter umzulegen und kassierte durch Max Hüskens sogar noch das 0:4. Neben dem Titelverteidiger Sportfreunde Hehlrath war auch der Vorjahresfinalist SV St. Jöris in der Gruppenphase gescheitert.

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