„Focus”: Schweizer Unternehmen Loeb interessiert sich für Hertie

Von: ddp
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<b>Eschweiler/Düsseldorf. </B>Bei dem Schweizer Investor, der sich für die Übernahme der insolventen Warenhauskette Hertie interessiert, handelt es sich nach „Focus”-Informationen um das Familienunternehmen Loeb.

Loeb verlange im Falle einer Übernahme Herties allein vom Land Nordrhein-Westfalen eine Bürgschaft in Höhe von 50 Millionen Euro, heißt es in einem am Sonntag vorab verbreiteten Bericht des in München erscheinenden Nachrichtenmagazins. Andere Bundesländer sollten noch einmal für die gleiche Summe bürgen.

Das Geld wolle Loeb in Umbauten, Werbung und ein neues Konzept stecken. Hertie solle sich als „Kaufhaus für die Frau ab 30” präsentieren. Loeb betreibe in der Schweiz sechs Warenhäuser. Hertie hatte Anfang des Jahres noch 73 Filialen mit 3400 Mitarbeitern. Ende Januar kündigte das insolvente Unternehmen an, 19 Niederlassungen mit 520 Vollzeitstellen zu schließen. Mitte Februar begann der Schlussverkauf in mehreren Filialen. Die ersten Niederlassungen sind bereits geschlossen.

Ursache für die Hertie-Pleite sind aus Sicht von Insolvenzverwalter Biner Bähr vor allem die hohen Mieten, die von dem ursprünglichen Eigentümer der Gruppe - dem ebenfalls insolventen britischen Finanzinvestor Dawnay Day - gefordert wurden. Demnach mussten die Hertie-Filialen rund 20 Prozent ihres Umsatzes für die Miete aufbringen. Das ist fünfmal mehr als in der Branche üblich.

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