Eschweiler - Flaute legt German Open Cup auf dem Blausteinsee lahm

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Flaute legt German Open Cup auf dem Blausteinsee lahm

Von: Volker Rüttgers
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Der Rauch des Weisweiler Kraft
Der Rauch des Weisweiler Kraftwerks deutet es schon an: Beim German O´pen Bic CUP machte der (ausbleibende) Wind den 50 Startern am Wochenende leider einen Strich durch die Rechnung. Dennoch wurde er zur erfolgreichsten deutschen Meisterschaft in dieser Segelklasse, die erstmalig an einem Binnengewässer stattfand, dem Blausteinsee. Foto: Volker Rüttgers

Eschweiler. Da standen sie, auf dem „Indemann”, und blickten auf das spektakuläre Loch vom Braunkohletagebau und den dort irgendwann entstehenden, riesigen See. Auf dem Blausteinsee nur wenige Kilometer entfernt regte sich unterdessen am Samstagmittag kein laues Lüftchen.

So konnten die rund 50 jungen Seglerinnen und Segler nicht ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen und um die deutsche Meisterschaft im Open Bic-Segeln kämpfen.

Dass die erste German Open Cup an einem Binnenrevier, nämlich dem Blausteinsee, dennoch als Rekordturnier in die deutsche Seglergeschichte eingehen wird, war vor allem dem Eschweiler Segelklub-Team um Wolfgang Peeters sowie den aus ganz Deutschland angereisten Teilnehmern zu verdanken, die sich die Laune auch durch ausbleibende Windstärken nicht verderben ließen.

Shorties statt dicker Trokos, die Neopren-Mode beim German Open Cup am Blausteinsee wurde dank der wärmenden Herbstsonne am Wochenende kurz, doch wo sich der geneigte Seebesucher freut, dort ist der goldene Herbst, zumindest wenn er so windstill daher kommt wie am Samstag und Sonntag, der blanke Horror. Somit wird der German Open Cup 2012 mit nur vier Läufen als die kürzeste deutsche Meisterschaft dieser Klasse in die Annalen eingehen. Allerdings auch als eine der erfolgreichsten, verzeichnete der ausrichtende Segelklub Eschweiler See doch mit 50 Startern in der U13-, U15- und offenen Altersklasse einen Teilnehmerrekord.

Kaum mehr als fünf Knoten

Schon am ersten Wettkampftag, dem Freitag, waren die Windverhältnisse mit Geschwindigkeiten von kaum mehr als fünf Knoten schlecht.

Gut für Überraschungen: Während die Favoriten Patrick Ruess , Thijs Wijnheimer und Jill Paland abgeschlagen im Mittelfeld landeten, hatten vor allem die leichten Segler die Nase vorn.

So siegte Luca Mayer aus Konstanz in der Gesamtwertung und ist deutscher Meister im Open Bic, einem extrem wendigen, fast schon Surfbrett-gleichen Einmannsegler. Für Wilhelm Ruppert vom Biggesee reichte es zum zweiten Platz, gefolgt von Carola Hahn aus Radolfzell.

Dem entsprechend führen Luca Mayer und Wilhelm Ruppert auch die U13-Wertung an vor Tristan Zinn vom SSC Pulheim. Als beste Eschweiler Seglerin kam Annika Kemper hier auf den den 14. Platz. Bei den U15-Seglern ist Carola Hahn entsprechend führend, Henri Kirchhoff vom Möhnsee folgt auf dem zweiten und Maximilian Rosengarten aus Kassel auf dem dritten Rang. Immerhin reichte es vor Thijs Wijnheimer aus Gronau hier für den vierten Platz.Vom Open Bic-Rennen verabschieden dürften sich wohl die Sieger der offenen Altersklasse Bastian Glatz aus Pulheim, Julian Steinke vom Hengsteysee und Patrick Ruess vom SVS, die die ersten drei Plätze vor Rebecca Opava behaupteten.

Eschweiler Nachwuchs lernt

Für einige geht es allerdings noch zur Open Bic-Weltmeisterschaft in die USA nach Miami, wo die Seglerinnen und Segler wohl wieder warme Temperaturen, aber hoffentlich wesentlich mehr Wind erwarten.

Für die Eschweiler Nachwuchssegler ist Miami nicht nur geografisch noch etwas weit weg, doch in einem dreitägigen Trainingslager in der Woche vor der Hauptregatta erfuhren sie viel von ihren Trainern Wolfgang Peeters von Segelklub Eschweiler See sowie Martin Kauffmann aus Surendorf.

In einer Midweek-Regatta, dem Bauhaus CUP, konnten die Segelschülerinnen und -schüler ihr Können im Open Bic erstmalig in einer richtigen Regatta, wenn auch noch mit lautstarker Unterstützung ihrer Trainer, unter Beweis stellen und Wettkampfluft schnuppern, um dann in den vier Läufen am Samstag ihren ersten German Open Cup zu segeln. Unter den 30 Startern waren auch erfahrene Segler, die als beste Lehrmeister in dieser Sportart fungierten.

Schließlich setzte sich Jill Paland vor Bastian Glatz durch. Peer-Rasmus Kühnelt kam bei seiner dritten Regatta auf den dritten Platz und auch Wilhelm Ruppert als Vierter deutete seine Leistungsstärke an. Und auch wenn Miami noch weit weg ist, die größte und zugleich kürzeste deutsche Meisterschaft im Open Bic-Segeln fand am Eschweiler Blausteinsee statt und hat Laune auf mehr gemacht.
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