Festliches Konzert: Im Rathaus dreht sich alles um die Liebe

Von: Friedhelm Ebbecke-Bückendorf
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In bester Stimmung: Die Franz-Liszt-Gesellschaft plant ein Opernkonzert. József Ács am Klavier erhält hier Beifall von Max Krieger, Horst Berretz, Dr. Eberhardt Schneider, Marita Schmidla, Angelika Wenge und Günther Wopperer (von links). Foto: Ebbecke-Bückendorf

Eschweiler. Es geht um Liebe – romantische Liebe, Heimatliebe, enttäuschte Liebe. In einer „Festlichen Operngala“ präsentiert die Franz-Liszt-Gesellschaft am Samstag, 19. März, bekannte und beliebte Melodien und Arien aus der Welt der Oper und der Operette.

Festlich heißt nicht steif. „Beim Chor aus Verdis Nabucco kann das Publikum ruhig mitsingen“, findet József Ács, der musikalische Leiter der Liszt-Gesellschaft. Und am Schluss des Konzerts, beim Trinklied aus „La Traviata“, werden die Sektkorken knallen. Das wurde am Montagabend beim Pressegespräch zur Vorbereitung des Konzerts kurzerhand mit dem Vorsitzenden der Liszt-Gesellschaft Günther Wopperer verabredet.

Namhafte Künstler werden im Saal des Eschweiler Rathauses zu hören sein. Aber kein Orchester. Dass der Eschweiler Pianist und Komponist József Ács am Klavier allein ein ganzes Orchester ersetzen kann, hat er oft schon bewiesen. Bei dem geplanten Konzert wird er zusammen mit seinem Bruder János am Piano sitzen, gemeinsam spielen sie Klavierfassungen der Ouvertüren von Mozarts „Entführung aus dem Serail“ und Rossinis „Der Barbier von Sevilla“.

Für die Opernchöre, zum Beispiel beim „Lied der Sylva“ aus der Operette „Die Czárdásfürstin“ oder in der Habanera aus Bizets „Carmen“, ist der József-Ács-Chor an diesem Abend zuständig.

Für die beiden Sängerinnen und den Sänger sind die ausgewählten Arien dankbare, wenn auch mitunter schwierige Aufgaben. Es sind Melodien, die jeder kennt. Der Tenor Béla Mavrák, als Sohn ungarischer Eltern in Österreich geboren, lebt in Köln. Einem Millionenpublikum ist er durch seine Auftritte mit dem Maastrichter Geiger André Rieu bekannt. Er singt in der Operngala unter anderem die Arie des Cavaradossi aus Puccinis Oper Tosca und „Dein ist mein ganzes Herz“ aus der Operette „Das Land des Lächelns“ von Lehár.

Als Mezzosopran ist Sanja Radisic zu Gast, die seit 2011 zum Ensemble des Aachener Theaters gehört. Die Carmen aus der gleichnamigen Oper von Georges Bizet gehört zu ihren Paraderollen. Am 19. März singt sie – natürlich – die Habanera, aber auch die Arie der Dalila aus „Samson und Dalila“ von Camille Saint-Saens sowie weitere Stücke.

Die Eschweiler Sopranistin Violetta Palatinus ist mit dem Lied der Sylva aus der Operette „Die Czárdásfürstin“ von Emmerich Kálmán zu hören. Gemeinsam mit Radisic singt sie das Duett aus Bellinis Norma, mit Mavrák das Miserere aus Verdis „Troubadour“. Wissenswertes und Amüsantes zur Oper, zur Opernmusik und zu den Komponisten wird Dr. Eberhardt Schneider vermitteln. Der Mediziner und Opernliebhaber hat die Moderation der Operngala übernommen. Schirmherr des Konzertes ist Bürgermeister Rudi Bertram.

Fünf Euro von jeder verkauften Eintrittskarte dieses Konzertes sollen an die Eschweiler Tafel gehen. Diese Organisation, in der Dutzende Eschweiler Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich mitarbeiten, versorgt notleidende Familien mit billigen Lebensmitteln, die als Spenden von Firmen kommen.

700 Familien, und damit mehr als 2000 Menschen, werden derzeit von der Eschweiler Tafel unterstützt, berichtete der stellvertretende Vorsitzende Horst Berretz am Montag. Mit der zusätzlichen Betreuung von Flüchtlingen haben sich neue Aufgaben gestellt: „Wir müssen jetzt oft Lebensmittel zukaufen“. Deshalb sei die Tafel auch für finanzielle Spenden dankbar.

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