Eschweiler - Fest der Kulturen: Menschsein hat viele fröhliche Gesichter

Fest der Kulturen: Menschsein hat viele fröhliche Gesichter

Von: Sonja Essers
Letzte Aktualisierung:
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„Begegnung der Kulturen“: Unter diesem Motto feierte der Integrationsrat der Stadt Eschweiler am Samstagabend in der Aula der Realschule Patternhof. Dafür hatten sich die Verantwortlichen um ihren Vorsitzenden Ilker Zaman ein ganz besonderes Programm überlegt, das die Gäste mehr als begeisterte. Foto: Sonja Essers
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Auch in kulinarischer Hinsicht hatte der Abend viel zu bieten. Afrikanische Mutzen und Kochbananen wurden von den Gästen gerne probiert. Foto: Sonja Essers
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Eine togolesische Gruppe zeigte dem Publikum, wie in Afrika gefeiert wird. Foto: Sonja Essers
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Glitzernde Kostüme und heiße Rhythmen. Bei den Sambatänzerinnen kochte die Stimmung. Foto: Sonja Essers
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Die Tanzgruppe „Herencia Latina“ führte traditionelle Tänze aus Lateinamerika auf. Foto: Sonja Essers

Eschweiler. Bunt war es in der Aula der Realschule Patternhof. Es wurde getanzt, gesungen und gefeiert. Die Bühne war mit Fahnen verschiedenster Nationen geschmückt. Neben der brasilianischen, türkischen, portugiesischen und deutschen Flagge, durften natürlich auch die Eschweiler Stadtfarben nicht fehlen.

Der Integrationsrat hatte am Samstag zum Fest „Begegnung der Kulturen“ geladen und viele Indestädter waren dieser Einladung gefolgt. Im Foyer konnten sich die Besucher mit kulinarischen Spezialitäten aus aller Welt stärken. Wer etwas Süßes bevorzugte, probierte afrikanische Mutzen und Kochbananen. Gegrillte Paprika und gefüllte Weinblätter stillten den Hunger nach etwas Herzhaftem. Zum Abschluss des multikulturellen Menüs gönnte man sich einen türkischen Tee.

Wer sich auch in Zukunft noch an die Veranstaltung erinnern wollte, nahm ein kleines Andenken mit nach Hause. Handgenähte Puppen aus Afrika waren bei den Besuchern genauso beliebt wie bunter Schmuck, Kräutershampoo oder Seife aus Indien. Doch nicht nur im Foyer ging es multikulturell zu. Genauso bunt wie die Dekoration in der Aula war auch das Programm. Dieses begann mit einem Grußwort von Ilker Zaman. Der Integrationsratsvorsitzende begrüßte die „lieben Freunde“ zum 13. Folklorefest, dessen Ziel das friedliche Zusammenleben der verschiedenen Kulturen sei. Außerdem könnten durch Veranstaltungen wie diese Vorurteile abgebaut und Toleranz entwickelt werden.

Diese Einstellung wurde auch von Bürgermeister Rudi Bertram unterstützt. Der Schirmherr der Veranstaltung lobte nicht nur das „gute Miteinander“ in der Indestadt, sondern erinnerte auch an das Unglück in Lampedusa und so an die Menschen, die bei dem Versuch ihre Heimat zu verlassen ihr Leben verloren hatten. Zum Abschluss meinte er: „Heute feiern wir mit allen Nationen und allen Hautfarben.“

Doch an diesem Abend ging es nicht nur um das Vergnügen, sondern auch um Informationen. Dorothee Neubert, evangelische Pfarrerin am Berufskolleg Eschweiler, stellte das Projekt „FACE“ vor. „Gesicht zeigen für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ ist das Motto des Projekts. Durch dieses soll an Schulen und in Jugendeinrichtungen Demokratie und Toleranz gefördert werden. „Uns ist es wichtig, dass wir dabei helfen, dass sich Kinder und Jugendliche mit Werten wie Toleranz auseinandersetzen“, meinte sie. Auch am Samstagabend konnten die Besucher Gesicht zeigen und sich für das Logo des Projekts fotografieren lassen. Diese Möglichkeit wurde auf Anhieb von vielen Gästen genutzt.

Auch über die Einbürgerungskampagne der Städteregion konnten sich Interessierte an diesem Abend ausführlich informieren. Dann standen Musik, Tanz und Folklore auf dem Programm, durch das Demet Jawher führte. Den Auftakt machte der Jugendchor „Laut-stark“, der zeigte, dass der Name Programm ist. Die Jugendlichensangen verschiedene Gospelsongs und den bekannten Hit „True Colours“ von Phil Collins. Auch eine Zugabe hatte die Truppe noch in petto. Bei einem indianischen Lied, das die Jugendlichen mit sichtlich Spaß vortrugen, klatschte auch das Publikum fleißig mit. Dann wurde es laut. Sehr laut.

Eine togolesische Gruppe kam auf die Bühne. Im Gepäck hatten die Männer und Frauen, die in traditionellen Gewändern auftraten, drei Trommeln verschiedener Größen. „Wir zeigen euch, wie wir in Afrika feiern“, kündigten sie an und legten mit ihrer Darbietung los. Während die Männer fleißig trommelten, führten die Frauen zu ihren Gesängen Tänze auf. Um ihre Hüften und Köpfe hatten sie bunte Tücher gebunden und bewegten sich zum Takt der Musik. Selbst die Kleinsten tanzten fleißig mit.

Gleich zwei Auftritte hatte an diesem Abend die Tanzgruppe „Herencia Latina“. Sie führte folklorische Tänze aus Lateinamerika auf. Einen besonderen Anblick boten an diesem Abend zwei brasilianische Sambatänzerinnen. Kulturmanager Max Krieger hatte bei der Vermittlung geholfen und so durften sich die Gäste über einen ganz besonderen Programmpunkt freuen. In ihren glitzernden Kostümen legten sie zu heißen Sambarhythmen eine flotte Sohle aufs Parkett. Die Stimmung war auf dem Höhepunkt angekommen. Nun konnte die Feier richtig losgehen.

Nach diesem Karneval der Kulturen, zeigte auch die Indestadt, was sie tolles zu bieten hat. Die Showtanzgruppe „Op Zack“ zeigte zum Abschluss akrobatische Figuren und glänzte nicht nur mit ihrer tänzerischen Darbietung, sondern auch mit farbenfrohen Kostümen rund um das Thema „Zirkus“. Begeistert von der Veranstaltung waren nicht nur die vielen Gäste, sondern auch Integrationsbeauftragter Jürgen Rombach, der zum Abschluss den Abend treffend zusammenfasste: „Super! Es war einfach spitze!“

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