Feldenendstraße: Am Ende des Tunnels ist ein Licht in Sicht

Von: Tobias Röber
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Im kommenden Jahr soll es endlich so weit sein: Der Tunnel an der Feldenendstraße soll aufgeweitet werden. Unter anderem ist mindestens ein Gehweg geplant. Foto: Tobias Röber
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Peter Gartzen (links) Stefan Kämmerling freuen sich auf die Verbesserung für die (Bergrather) Bürger.

Eschweiler-Bergrath. Gibt es nun endlich den langersehnten Durchbruch am Tunnel Feldenendstraße? Der Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling und der Eschweiler Ratsherr Peter Gartzen sagen: Ja! Nach vielen Jahren und unzähligen Gesprächen soll es in Kürze so weit sein. Der Tunnel in Bergrath soll aufgeweitet werden und es soll auf mindestens einer Seite ein Gehweg entstehen.

Bei einer Prüfung der Deutschen Bahn im Jahr 2005 hatte sich herausgestellt, dass das in die Jahre gekommene Bauwerk erneuert werden muss. Bis ins Jahr 2009 mussten die Bürger auf das Anrollen der Bagger warten, dann wurden neue Bohrpfähle angebracht.

Allerdings: Der Tunnel wurde nicht – wie von den Bürgern gewünscht – aufgeweitet. Bereits im Jahr 2008 hatte die Stadt bei der Bahn darauf gedrängt, die Durchfahrt im Zuge der Erneuerungsarbeiten aufzuweiten. Dazu war die Bahn allerdings nur bereit, wenn Eschweiler sich an den Gesamtkosten beteilige. Für das Stadtsäckel hätte das eine Belastung von rund einer Million Euro bedeutet. Zu viel für die klamme Stadtkasse.

Das Nein der Stadt hatte zur Folge, dass die inneren Mauern des alten Brückenbauwerks stehen blieben. Zwei Autos passen somit bis heute nicht gleichzeitig durch den Tunnel, einen Gehweg sucht man vergeblich.

Im Februar 2014 trafen im Landtag Nordrhein-Westfalen Gartzen und Kämmerling, sowie der Technische Beigeordnete der Stadt Eschweiler Hermann Gödde mit dem Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn AG für das Land Nordrhein-Westfalen, Reiner Latsch, zusammen.

Es folgten Bewertungen der DB Netz AG, Planungen der Stadt Eschweiler und ein Gutachten zur Umsetzbarkeit des Rückbaus der alten Widerlager wurde erforderlich. Unter anderem musste geprüft werden, ob nach der Entfernung der Widerlager genug Stabilität im Falle eines Erdbebens vorhanden ist. Das Gutachten ergab, dass es keine Einwände gegen eine Tunnelaufweitung gibt.

2014 und 2015 fanden in Düsseldorf weitere Gespräche zwischen Kämmerling und Latsch statt. Eine im städtischen Haushaltsplan 2014 veranschlagte Haushaltsposition von 170.000 Euro wurde im Wege der Ermächtigungsübertragung in das Haushaltsjahr 2015 übertragen und steht dort haushaltsrechtlich für die Aufweitung zur Verfügung.

DB Netz AG und Stadtverwaltung Eschweiler haben in den vergangenen Monaten an der notwendigen Kreuzungsvereinbarung gemäß Eisenbahnkreuzungsgesetz (EKrG) gearbeitet. Diese befindet sich derzeit in der Endabstimmung und ihr soll noch im Jahr 2015 von den Ausschussgremien des Stadtrates die Zustimmung erteilt werden. Im Anschluss kann unmittelbar die sogenannte Baudurchführungsvereinbarung mit der Deutschen Bahn geschlossen werden. Bei optimalem Verlauf ist laut Gartzen und Kämmerling eine Vergabe noch im Jahr 2015 und ein Baubeginn im ersten Halbjahr 2016 realistisch.

Spezielle Verkleidung

Ob es bei der Summe von 170.000 Euro bleibt, ist derzeit noch nicht absehbar. Unter anderem müssen die Bohrpfähle mit einer speziellen Verkleidung versehen werden, die graffitisicher sein muss.

Peter Gartzen sagt zu diesem Projekt: „Insbesondere für die Menschen in Bergrath ist die Aufweitung ein großer Gewinn. Mich freut, dass hier speziell für schwächere Verkehrsteilnehmer ein ordentliches Mehr an Sicherheit geschaffen wird. Darauf hat Bergrath schon viel zu lange warten müssen.“

Beim Thema Tunnel-Aufweitung denken die Indestädter gleich auch immer an den Tunnel am Sticher Berg. Dort gibt es noch nichts Neues. Die Städteregion beharrt nach wie vor auf ihrer Ampel-Lösung, die Politik plädiert weiterhin für eine Aufweitung.

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