Eschweiler-Nothberg - Feierliche Schlussandacht der Oktavwoche in St. Cäcilia

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Feierliche Schlussandacht der Oktavwoche in St. Cäcilia

Von: ran
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Ehrerbietung: Zelebrant Hannokarl Weishaupt, Gastprediger Johannes Brandt (2. v. r.), Diakon Bernhard Habermeyer (rechts) und Pfarrer Dr. Rainer Hennes (links) beim Gebet vor der Schmerzhaften Mutter zu Beginn der Festandacht, die den feierlichen Abschluss der Oktavwoche in St. Cäcilia Nothberg markierte. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler-Nothberg. „Gott ist mit uns allen. Und Christus stellt den Mittelpunkt unseres Lebens dar“, begrüßte Pfarrer Hannokarl Weishaupt am frühen Sonntagabend zahlreiche Gläubige in der Pfarrkirche St. Cäcilia Nothberg zur feierlichen Schlussandacht der Oktavwoche.

Gemeinsam mit Pfarrer Dr. Rainer Hennes, Gastprediger Johannes Brandt und Diakon Bernhard Habermeyer eröffnete er den Gottesdienst mit der Ehrbetonung für die Schmerzhafte Mutter, bevor Johannes Brandt das Augenmerk noch einmal auf den Titel der Oktavwoche lenkte, der „Glaube, Gnade, Schrift – allein durch Christus!“ lautete und thematisch auch den 500. Jahrestag der Reformation in das Blickfeld rückte.

„Auch Brücken gebaut“

Der Gastprediger aus Heidelberg, dessen Wurzeln in Nothberg liegen, knüpfte in seiner Ansprache die Verbindung zwischen dem Katholiken und späteren Reformator Martin Luther mit Maria als Mutter Gottes. Schließlich gelte es nach 500 Jahren der Trennung nach Verbindendem zwischen Katholiken und Protestanten Ausschau zu halten. „Nicht übersehen werden darf, dass in diesem Zeitraum auch manche Brücke gebaut wurde, die Gräben zugeschüttet hat“, erklärte Johannes Brandt.

Luther habe Maria tief verehrt, wie nicht zuletzt in seinem 1521 auf der Wartburg vollendeten Traktat über das „Magnificat“ deutlich werde. Dabei betone der Verfasser, dass Maria erlebt habe, wie Gott an einem Menschen handele. „Als Reaktion darauf, öffnet Maria ihr Herz. Aber eben nicht, weil sie glaubt, bedeutend zu sein. Nicht sie, sondern ihre Seele wird von Gott erhoben“, interpretierte Johannes Brandt.

Luther erkläre in seiner Auslegung des Magnificats, dass der Mensch Maria gar nicht so außergewöhnlich gewesen sei. „Was wären wir, wenn Gott uns nicht auch durch die Stimme Marias zeige, dass er auch und vor allem den Niedrigen sieht“, so der Geistliche.

In Maria und in Christus habe Gott einen Neuanfang gelegt. Und dies inmitten der Welt, die bestehen blieb und bleibt. Dieser Neuanfang sei ein Berührungspunkt zwischen Gott und den Menschen. „In Maria und deren unbegrenzter Bereitschaft zum Ja steht Gott zu seinem auserwählten Volk“, machte Brandt deutlich.

„Was wird aus mir?“

In der modernen Gesellschaft, die eher von Gottesferne statt -nähe geprägt sei, neige der Mensch im Gegensatz zu Maria häufig zur Selbstüberhöhung und bete Statussymbole an. „Oft lautet die alleinige Frage: Was wird aus mir? Das Streben richtet sich ausschließlich darauf, möglichst viel aus sich selbst zu machen. Dieser nicht selten selbst auferlegte Druck kann krank machen. Menschen leiden darunter, was im Antlitz des Gnadenbilds der Schmerzhaften Mutter besonders deutlich wird“, zog Johannes Brandt einen Vergleich. Die Herausforderung für die Menschen laute nun, dem weit verbreiteten Leistungsstreben ohne Gottesbezug das Handeln Marias entgegenzusetzen.

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