Eschweiler - Fats Jazz Cats & Miss Melli: Jazz-Klassiker im Weisweiler Burghof

Fats Jazz Cats & Miss Melli: Jazz-Klassiker im Weisweiler Burghof

Von: ran
Letzte Aktualisierung:
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New-Orleans-Klänge im Innenhof der Weisweiler Burg: Fats Jazz Cats & Miss Melli verwöhnten ihr begeistertes Publikum. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Wenn alles zusammenpasst: Ein lauschiger Abend bei untergehender Sonne, angenehme Temperaturen im wunderbaren Ambiente des in voller Blüte stehenden Innenhofs der Weisweiler Burg, ein gutgelauntes sowie erwartungsfrohes Publikum und vor allem sechs leidenschaftliche und ambitionierte Musiker, die in der Lage sind, ihre Zuhörer zu verzaubern.

Dies gelang ihnen durch die abwechslungs- und variationsreichen sowie tiefgründigen Welten der Jazz Classics, des Swings, des Latino Jazz oder des Gospels. Zum insgesamt sechsten Mal hatten die Verantwortlichen der Auferstehungskirche Weisweiler um Pfarrer Wolfgang Theiler zur Burgmusik geladen. Und zahlreiche Musikfreunde waren der Einladung gefolgt. Kein Wunder! Schließlich stand mit dem Sextett „Fats Jazz Cats & Miss Melli“ eine Formation auf der Bühne, die kaum einen Vergleich scheuen muss.

Die fünf „Jungs“ mit Fats von Gerolstein (Trompete, Tenorsaxophon und Gesang), Dr. Frank Carpentier (Klavier und Gesang), Kalle Radermacher (Kontrabass und Gesang), Christoph Häfner (Gitarre) und Uwe Düppengießer (Schlagzeug) überzeugten durch ihre Spielfreude, Improvisationslust und Souveränität, während Miss Melli (Melanie Lumma) mit ihrer kraftvollen und pointierten Stimme sowie ihrer selbstverständlich erscheinenden Bühnenpräsenz der grandiosen Darbietung die Krone aufsetzte.

So unter anderem gesehen und vor allem gehört beim Nina Simone-Klassiker „My Baby just cares for me“, den die „Jazz Cats“ gleich zu Beginn ihres Konzerts präsentierten. Äußerst gefühlvoll interpretierte Miss Melli kurz darauf den Song „Do you know what it means to miss New Orleans“, der nicht zuletzt Fats von Gerolstein besonders am Herzen liegen dürfte.

„Schließlich war Fats bereits viele Male dort, hat die Stadt New Orleans in sein Herz geschlossen und weiß ganz genau, was es bedeutet, diese Metropole zu vermissen“, erläuterte Miss Melli, die anschließend bei den Klängen von „Aiko Aiko“ mit der Conga den Rhythmus vorgab.

Spontanen Szenenapplaus ernteten Kalle Radermacher und Uwe Düppengießer, die mit ihren Solo-Einlagen dem Jazz-Standard „All of me“ eine ganz besondere Note verliehen. Da wollte und konnte Christoph Häfner nicht nachstehen und legte während des „St. Louis Blues“ ein Gitarrensolo der Extraklasse hin, bevor Kalle Radermacher das Publikum mit „Some of these days“ gesanglich einfühlsam in eine kurze Pause schickte.

Die hereinbrechende Dunkelheit sorgte während des zweiten Konzertteils noch einmal zusätzlich für eine zauberhafte Atmosphäre, die die Formation „Fats Jazz Cats & Miss Melli“ weiterhin zu außergewöhnlichen Darbietungen inspirierte. Nach „Summertime“ und „Jambalaya“ forderte das voller Hingabe interpretierte berühmte Liebeslied „Besame mucho“ einmal mehr starken Applaus der Zuhörer heraus.

Dass die sechste Auflage der Burgmusik in der Auferstehungskirche einen außergewöhnlichen Tag markierte, wurde nicht erst durch den Song „What a difference a day makes“ deutlich. „You are my sunshine“ sowie „Night and day“ bildeten einen würdigen Abschluss eines schlicht und ergreifend wunderschönen Konzerts, das die Zuhörer im Anschluss noch zum Verweilen im Burghof animierte.

Dazu hatte Pfarrer Wolfgang Theiler bereits vor Beginn des musikalischen Teils des Abends eingeladen. „Bleiben Sie, solange Sie möchten. Ich wohne hier, habe den Schlüssel und schließe ab!“

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