Eschweiler - Faszination Modellflug: Mit 470 km/h über Kinzweilers Felder

Faszination Modellflug: Mit 470 km/h über Kinzweilers Felder

Von: pes
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Lieferten sich spannende Luftkämpfe: die Teilnehmer der „Fuchsjagd”, einem der zahlreichen Wettbewerbe, die in Kinzweiler ausgetragen wurden.

Eschweiler. Die Rahmenbedingungen beim Modellflug-Wochenende des MFC Eschweiler waren einfach optimal: Sonne pur, äußerst zufriedenstellender Zuschauerzuspruch, beste leibliche Versorgung - dazu mehr als 50 angereiste Modellflieger und weit über 200 teils spektakuläre Flugvorführungen.

Dr. Frank Portheine als Vorsitzender des Clubs strahlte daher nicht ohne Grund mit der Sonne um die Wette, denn alles, was man sich im Vorfeld des Flugtages vorgestellt hatte, konnte erfolgreich umgesetzt werden.

In vorderster Position am Pistenrand moderierte Roberto Dobrè aus Willich in jahrelanger Gewohnheit und daher schon professionell das Geschehen. Ob es einer der über 400 km/h schnellen turbinengetriebenen Jets war, der vorbildgetreue und kunstflugfähige Hubschrauber, das mehrmotorige Großmodell mit nahezu vier Metern Spannweite oder die originalgetreuen Flugzeugnachbauten aus den verschiedenen Jahrzehnten der Fliegerei: Roberto zog vor allem die kleinen Zuschauer und flugzeugtechnischen Laien mit anschaulichen Informationen über Antriebe, Größen und Eigenschaften in den Bann des Modellflugs.

Besonderer Reiz lag in diesem Jahr überhaupt in den für junge Besucher angebotenen Programmpunkten. So hinterließen das eigene Austesten an einem Flugsimulator und das erstmalige Steuern eines Modellfliegers in Kooperation mit einem erfahrenen Flugleiter für die Kleinsten nachhaltige Erlebnisse.

Nachwuvchs willkommen

Überhaupt möchte der Verein zukünftig mehr jüngere potenzielle Modellpiloten in seinen Bann ziehen. Mit einem eigens für jugendliche Neuflieger eingerichteten Flugtag im nächsten Jahr glaubt Dr. Frank Portheine, die ohnehin schon große Hobbygruppe der Modellflieger noch um etliche Kinder und Jugendliche zu erweitern. Der siebenjährige Jeremia Leinesser aus Stolberg jedenfalls stand mit seinem Opa schon „wie ein Alter” auf dem Flugfeld und brachte sein Modell mit der Unterstützung des Großvaters wieder sicher auf den Rasenplatz zurück.

Mit Guido Franzen aus Düren agierte im Gegensatz dazu ein Modellflieger auf dem Gelände, den nach anfänglichen Basteleien seit dem achten Lebensjahr die faszinierenden Geschwindigkeiten der Modelle immer weiter angetrieben haben. Am Wochenende führte er dem staunenden Publikum einen 470 km/h schnellen „Hot Spot” vor, dessen Turbine mehr als 100.000 Umdrehungen pro Minute schafft und den Rumpf aus Kohlefaser wie einen Blitz am Himmel agieren lässt. Hierbei entließen auch routinierte Fotografen am Rand des Flugfeldes ihre Apparate aus dem „Anschlag”.

Nachhaltiges Erlebnis

Zudem erzeugten zahlreiche Flugwettbewerbe, die die spezifische Geschicklichkeit der angereisten Hobbyflieger ansprachen, besonderen Ehrgeiz unter den Aktiven. Ob Fuchsjagd („Absensen” einer langen Schleife am Heck eines vorausfliegenden Modells), Geschwindigkeitsmessungen, Ballon stechen (Anfliegen von auf Styroporstangen befestigten Ballons), Limbo fliegen (Unterfliegen einer entsprechenden Barriere) oder der Nachtflug mit beleuchteten Drachen. Auch für die Modellflieger selber war das Wochenende garantiert ein nachhaltiges Erlebnis. Dies wirft auf zukünftige Flugtage entsprechend positives Licht.
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