Fast jeder dritte Täter ist unter 21

Von: Patrick Nowicki
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Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Eschweiler steigt. Die Polizei mahnt die Bürger, ihr Eigentum besser zu schützen. Viele Einbrecher lassen bei entsprechenden Vorkehrungen von der Tat ab. Foto: imago

Eschweiler. Die Zahlen sprechen nicht für Eschweiler: 4992 Kriminalfälle musste die Polizei im vergangenen Jahr in der Stadt bearbeiten, sechs Prozent mehr als noch in 2007. Dieser Anstieg in der Statistik lässt sich begründen. Vor allem die Einbrüche in Geschäfte und in Wohnungen legten zu. Immer mehr Täter steigen vor allem tagsüber in die Wohnungen: 84 Mal war dies 2008 der Fall.

Für den Aachener Polizeipräsidenten Klaus Oelze ist das ein klares Signal: „Die Bürger müssen ihr Eigentum besser schützen.”

Vielfach lasse ein Täter ab, wenn entsprechende Sicherheitsvorkehrungen getroffen sind. Die Aufklärungsquote bei solchen Delikten ist relativ gering.

Immer häufiger griffen Langfinger in Kaufhäusern zu. 456 Mal wurde die Polizei zu Ladendiebstählen gerufen, 146 Mal mehr als noch im Jahr zuvor. Auch hierfür hat Oelze eine plausible Erklärung: „Einige Geschäfte haben offensichtlich weitere Ladendetektive angestellt.”

Schocken kann den Aachener Polizeichef diese Entwicklung nicht. Im Gegenteil: „So einen Anstieg in der Statistik wie bei den Ladendiebstählen will ich haben. Wir haben nichts von einer Dunkelziffer!” Die Aufklärungsquote liegt mit 90 Prozent auch ausgesprochen hoch, weil die Ladendiebe in der Regel bei der Tat erwischt werden.

Manchmal spiegeln Ziffern eben nicht die ganze Realität wider. Die Betrugszahlen stiegen vor allem darum, weil die Aseag verstärkt Schwarzfahrern auf den Pelz rückt - auch dies fällt nicht unter Kavaliers-, sondern Betrugsdelikte. Der so genannte „Betrug mit rechtswidrig erlangten Zahlungsmitteln” wie EC-Karten hingegen verzeichnet einen deutlichen Rückgang. 45 Fälle sind der Polizei in diesem Bereich bekannt.

Ein Mord wird in der Statistik 2008 aufgeführt, der zudem noch nicht aufgeklärt wurde. Allerdings gibt es keine eindeutigen Beweise, ob es sich um ein Kapitalverbrechen handelt - so wurde eine Leiche gefunden, deren Todesursache im Dunkeln liegt. Aus rein statistischen Gründen müsse die Polizei den Fall erfassen, so Oelze.
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