Farbenpracht: Zum Stadtfest wird es kunterbunt

Von: Patrick Nowicki
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Kunterbunt geht es zum Frühjahrsstadtfest in der Eschweiler Innenstadt zu. Am 2. April werden dort an die 200 Kinder Straßenbilder gestalten und sie miteinander verbinden. Das Foto entstand beim Straßenmaler-Festival in Geldern. Foto: Roland Weihrauch/dpa
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Hand in Hand gearbeitet: Die Macher des Stadtfestes unter dem Motto „farbig vernetzt“. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Kunterbunt geht es zu, wenn in acht Tagen das Stadtfest in Eschweiler beginnt. Allerdings sorgen diesmal nicht Blumen und Blüten für die Farbenpracht, sondern kreative Kinder und professionelle Künstler. Sie verwandeln nämlich die gesamte Fußgängerzone in ein Festivalgelände für Straßenmaler.

An neun Standorten wird am Sonntag, 2. April, ab 11 Uhr fleißig mit Kreide gemalt. Damit sich dies lohnt, schaut sich am frühen Nachmittag eine Jury um: Die schönsten Straßenbilder werden prämiert. Die einzelnen Werke sind alle miteinander verbunden, schließlich lautet das Motto des Stadtfestes in diesem Jahr: „farbig vernetzt“.

Der Citymanagement-Verein beschreitet damit neue Wege für das Frühjahrsfest und holt sich dafür auch professionelle Hilfe mit ins Boot. Bei der Organisation des Festes unterstützt Heinz-Peter Wiesen die Ehrenamtler, für die kreative Umsetzung packen die Künstler Gerda Zuleger und Christoph Häfner mit an. Letzterer wird an den drei Stadtfesttagen ein 3-D-Kunstwerk auf der Marienstraße erschaffen. Der Indestädter hat sich der Pop-Art verschrieben und will die Lebensfreude und Attraktivität der Stadt in einem farbenfrohen Straßenbild darstellen.

Bernhard Müller, Vorstandsmitglied des Citymanagements-Vereins, macht keinen Hehl daraus, dass der angekündigte Rückzug vom langjährigen Vorsitzenden Klaus-Dieter Bartholomy eine große Lücke hinterlassen hat. „Wer einmal ein solches Fest organisiert hat, weiß, wie viel Arbeit dahintersteckt“, sagt er. Dies sei neben der beruflichen Tätigkeit nur schwer zu leisten. Bartholomy sei Häuptling und erster Indianer zugleich gewesen. Auch aus diesem Grund holt sich der Citymanagement-Verein diesmal Unterstützung mit ins Boot. „Wir stecken in einem Strukturwandel“, meint Müller. Nach wie vor ist der Verein auf der Suche nach einem neuen Vorsitzenden oder einer neuen Vorsitzenden.

Dass nun die Genehmigung eines Stadtfestes streng an ein Event geknüpft werden muss und nicht nur ein Thema genügt, motivierte die Ehrenamtler zusätzlich. „Wir sind uns sicher, dass die Straßenkünstler und die Vernetzung der Bilder viele Menschen nach Eschweiler locken werden“, sagt Müller. Die Organisatoren sprechen von einem Neustart, denn auch in den kommenden Jahren soll das Frühjahrsstadtfest im Zeichen der Straßenmalerei stehen.

Dass am Sonntag die Geschäfte in der Innenstadt von 13 bis 18 Uhr geöffnet haben, soll bewusst ein Randaspekt bleiben. Dies verlangt schließlich das Gesetz. Allerdings sollen auch die Geschäftsleute aktiv mitmachen und Ideen einbringen: Der Citymanagement-Verein will ein Schaufensterwettbewerb veranstalten. Dies habe sich auch in anderen Städten bewährt, teilt Bernhard Müller mit.

Acht Schulen, Vereine und Organisationen beteiligen sich an der Premiere des „Street Art Festivals“. „Wir rechnen mit etwa 200 Kindern und Jugendlichen“, sagt Ralf Walraff vom Stadtmarketing der Stadt Eschweiler. Die künstlerische Leitung liegt in den Händen von Gerda Zuleger, die allerdings nur begleitend tätig werden will. „Die Kinder sollen ihre Ideen frei entfalten können“, fordert sie.

Die Malkreide wurde ebenso von Geschäftsleuten gesponsert wie eine kleine Stärkung während der anstrengenden und aufregenden Stunden. Einige Kinder ziehen am Sonntagnachmittag dann mit Kreide durch die Stadt, um die einzelnen Kunstwerke miteinander zu verbinden. „Die ganze Welt ist vernetzt, wir alle sind vernetzt und das wollen wir auf kreative Weise mit den Kindern und Jugendlichen darstellen“, sagt Zuleger.

Der Start erfolgt an allen Tagen an der Marienstraße. Die Lothar Collip Jazzband begleitet die jungen Künstler am Sonntag dann nach 11 Uhr zu den neun Standorten. Jedem Standort wurde eine spezielle Farbgebung zugewiesen – auch dies soll unterstreichen, dass Eschweiler kunterbunt ist.

In der Fußgängerzone ist zudem eine kleine Budenstadt mit Schaustellern aufgebaut. Die Palette reicht vom klassischen Kinderkarussell bis hin zum Entenangeln. In der Marienstraße präsentiert sich das RWE-Kinderland. In der Neustraße stellt sich das Cambio Carsharing vor. Wenige Meter weiter wird Bungee-Jumping für Kinder angeboten. Natürlich sind die üblichen Angebote mit allerlei Süßem und Leckeren in der Innenstadt zu finden.

Die Weichen für ein gelungenes Stadtfest sind also gestellt. Allerdings könnte das Wetter den Straßenmalern einen Strich durch die Zeichnung machen. Aber auch dafür hat der Citymanagement-Verein vorgesorgt: Bei Regen steht eine Turnhalle in der Innenstadt als Ausweichmöglichkeit zur Verfügung. Aber daran wollen die Stadtfest-Macher nicht denken.

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