Familienzentrum Jahnstraße: Kinder proben Musical ein

Von: ran
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Freundschaft als Voraussetzung, damit „Zuhause überall sein kann“: Die Kindergartenkinder des Familienzentrums Jahnstraße brachten diese Botschaft während ihrer Musicalaufführung vor den Senioren des AGO-Senotels überzeugend herüber. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. „Zuhause kann überall sein“ lautet der Titel eines Bilderbuches, das für die Kinder des Familienzentrums Jahnstraße seit Monaten im täglichen Zusammensein eine wichtige Rolle spielt. Schließlich wird die Einrichtung, die sich in der Trägerschaft der BKJ der Stadt Eschweiler befindet, sowohl von zahlreichen indestädtischen als auch von Flüchtlingskindern besucht.

Zu Beginn des Jahres kamen die Verantwortlichen des Familienzentrums um Leiterin Sigrid Greven auf die Idee, das Bilderbuch als Vorlage für ein Musical zu benutzen.

Im März starteten die Proben. Seitdem übten die rund 120 jungen Darsteller die einfallsreichen Choreographien, die von den beiden Mitarbeiterinnen Jasmin Kardung und Elena Schroiff konzipiert wurden, mit großer Begeisterung ein. Am Dienstagmorgen kamen nun die Bewohner des AGO-Senotels in den Genuss, die Spielfreude der Kindergartenkinder aus nächster Nähe zu erleben.

Denn auf der Bühne des Seniorenzentrums fand quasi die „Vorpremiere“ des Musicals mit rund 50 Sängern, Tänzern und Schauspielern statt. „In unserem Haus kommt täglich eine bunte Mischung von Kindern aus zahlreichen Ländern zusammen, für die das Wort Zuhause eine besondere Bedeutung hat“, begrüßte Sigrid Greven die sichtlich gespannten Zuschauer und -hörer.

Sylvia Wawrzinski-Schmidt vom Sozialen Dienst des Senotels hob hervor, dass eine ähnliche Situation für die Bewohner des Seniorenzentrums gelte, die ebenfalls ihr Zuhause aufgegeben hätten und sich jetzt in neuer Umgebung zunächst einmal neu orientieren mussten. Dann startete die Geschichte des Flüchtlingskindes, das am Ende seiner langen und beschwerlichen Reise zunächst auf unbekannte Menschen mit unverständlicher Sprache und missverständlichen Sitten trifft. „Sogar der Wind fühlt sich fremd an“, unter diesem Eindruck spürt das Kind die Einsamkeit und hat das Gefühl, unter einem kalten Wasserfall zu stehen. Einziger Hoffnungsschimmer: Seine alte Kuscheldecke, die sich weich und warm anfühlt und ihm Sicherheit gibt. „Am liebsten würde ich für immer unter der Decke bleiben!“, wünscht sich das Kind. Doch als ein anderes Kind auf das Flüchtlingskind zugeht, mit ihm spielt und ihm seine Freundschaft anbietet, ändert sich alles.

„Die Worte, die ich höre, sind nicht mehr kalt und hart, sondern weich und warm!“, stellt das Flüchtlingskind fest. Freundschaft bildet nun eine behagliche Decke, der kalte Wasserfall ist vergessen. Mit dem eindrucksvollen Lied „Wir sind Kinder einer Welt“ verabschiedeten sich die Musicaldarsteller von ihrem spürbar faszinierten Publikum, das begeistert applaudierte. Nun freuen sich alle Kinder, deren Eltern sowie die Mitarbeiter des Familienzentrums auf den kommenden Samstag: Denn während des Sommerfestes wird das Musical seine eigentliche Premiere erleben. Dann mit allen 120 Darstellern.

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