Fährmannschule freut sich auf Tierpark

Von: nik
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„Tiergeschützte Pädagogik” in der Willi-Fährmann-Schule: Schülerinnen und Schüler erschaffen einen Tierpark. Auf unserem Bild von links: „Fallschirm”-Vorsitzender Ludgar Leister, Geronimo Engelbert, René Münstermann, Dennis Breuer, Schulleiter Erich Bartholomé, Saskia Oepen und im Vordergrund Sozialpädagogin und Projektleiterin Carolin Emonds-Seger mit Hund Lucy. Foto: Niklas Sous

Eschweiler. Schon bald wird der Hinterhof der Willi-Fährmann-Schule einem Tierpark mehr als ähnlich sein. Bereits im Jahr 2003 organisierte Sozialpädagogin Carolin Emonds-Seeger das Projekt „Tiergeschützte Pädagogik”.

In diesem Rahmen bekamen die Schülerinnen und Schüler den Auftrag, einen Pferde- und Hühnerstall zu bauen. Diese durch Spenden finanzierte Initiative soll den Heranwachsenden helfen, ihre Teamfähigkeit, das Verantwortungsbewusstsein, und handwerkliches Geschick zu schulen.

Leider mussten die Tiere jedoch im Jahr 2008 weggegeben werden. Zu dieser Zeit wurde mit dem Bau eines neuen Gebäudes begonnen, das für Klassenzimmer gedacht ist, dessen Bauarbeiten aber immer noch andauern.

Doch nun gibt es wieder einen Lichtblick für die knapp 200 Schülerinnen und Schüler, denn das Projekt „Tiergeschützte Pädagogik” unter der Leitung von Carolin Emonds-Seeger konnte durch Spendenaktionen wieder aufgenommen werden.

Diesmal werden die Pferdeliebhaber unter den Schülern zwar ein wenig enttäuscht sein, doch stattdessen sind für die Schule eine Vielzahl von Tieren vorgesehen: Von Kaninchen, Meerschweinchen, indischen Laufenten über Ziegen, Schafen, Hängebauchschweine bis hin zu Hühnern und einem Hahn sollte kaum ein Wunsch unerfüllt bleiben. Mit großem Engagement zeigen sich die Tierliebhaber bei der Schaffung des neuen Tierhorts motiviert und geschickt - die Außenanlage für den zukünftigen „Tierpark” ist bereits durchdacht und klar erkennbar.

Nach einer Spende für Materialkosten in Höhe von 300 Euro seitens des Jugendhilfevereins „Fallschirm e.V.”, kann es nun weitergehen. Der Verein finanziert sich hauptsächlich durch Bußgelder und manchmal auch durch Spenden, wobei der Vorstand aus Gerichtshelfern der Stadt Stolberg und Eschweiler besteht.

„Unser Ziel ist es, junge Familien und Jugendliche mit geringeren Mitteln finanziell zu unterstützen”, erklärt der Vorsitzende von Fallschirm e.V., Ludger Leister. Doch nicht nur die oben Genannten profitieren von dem sozial engagierten Verein, wie das Beispiel der Willi-Fährmann-Schule zeigt. Denn die Fallschirm-Mitglieder versuchen in allen sozialen Bereichen der Städte Eschweiler und Stolberg ihren Teil beizutragen.

Das Tierprojekt ist nahtlos mit dem Lehrplan verbunden. Im Biologieunterricht werden dann die naturwissenschaftlichen Aspekte der Tierhaltung beleuchtet und Fragen geklärt: Wie wird eigentlich ein Ei gelegt und wie lange dauert es, bis es ausgebrütet ist? Im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften aber auch bereits vor dem Unterricht, ist es den Schülerinnen und Schülern möglich, ihren Teil zum Projekt beizutragen.

Leider sind die finanziellen Mittel der Schule ziemlich gering, somit sind sie auf Spenden angewiesen, wodurch die Realisierung manchmal leider nur schleppend vorangeht. Material-, Werkzeug- und Geldspenden sind somit immer gern gesehen - beispielsweise ist eine Erneuerung der Zaunanlage für den Hasenstall unabdingbar, jedoch muss zunächst ein Spender gefunden werden. Auch Schulleiter Erich Bartholomé unterstützt das „tierische” Projekt mit großem Engagement.

Im letzten Sommer organisierte er für die fleißigen Helfer eine Fahrt ans Meer, die auch gleichzeitig als Ausgleich für die bereits geleistete Arbeit dienen sollte. Am meisten freuen sich die Schüler auf die Meerschweinchen und Kaninchen, von den Hängebauchschweinen war die Mehrzahl noch nicht ganz überzeugt. „Die haben so komische Ohren”, erzählt ein Schüler.
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