Eschweiler - Experten klären über Bluthochdruck auf

Experten klären über Bluthochdruck auf

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Geballte Schlagkraft im Kampf gegen den Blutdruck: Das Team des St.-Antonius-Hospitals Eschweiler stellte im Foyer des Krankenhauses nicht nur Mess- und Therapiegeräte vor, sondern brachte auch die geballte Kompetenz und sein Fachwissen unters Volk. Foto: Christoph Hahn

Eschweiler. Kompetenz in Sachen Gesundheit – die gibt es im St.-Antonius-Hospital zu Eschweiler auf allen Etagen und in fast allen medizinischen Fachrichtungen. Auch in Sachen Bluthochdruck sind die Mitarbeiter mächtig auf der Höhe. Wie sehr, das demonstrierten Fachkräfte am Donnerstag beim Hypertonietag im Foyer des Krankenhauses.

Unter Leitung von Privatdozent Dr. Dario Frank, Leiter des Dialysezentrums und von seiner Ausbildung her gleichermaßen Fachmann für Hochdruck- sowie Nierenerkrankungen, standen Ärzte, Pflege- und Ernährungs- experten ganz ohne Termin und andere Zwänge zum Gespräch – und selbstverständlich auch zur Blutdruckmessung – bereit.

Jedes Jahr organisieren der Privatdozenten und seine Mitstreiter zeitnah zum Welthypertonietag am 17. Mai eine solche Veranstaltung für Patienten und solche, die es möglichst nicht werden sollen. Motto in diesem Jahr: „Ich bleibe mir treu“. Dabei geht es, wie Dario Frank und seine Kollegin Angela Müller, eine Art von Aktionsbündnis zwischen dem Arzt und seinem Gegenüber zu schmieden.

Hintergrund: „Die Therapietreue ist eines der größten Probleme.“ Das will sagen: „Nach einem Jahr nimmt nur noch die Hälfte der Betreuten die Tabletten wie vorgeschrieben ein.“ Was zur Folge hat: Die beklagten Probleme (oder andere) machen sich wieder bemerkbar – und der leidende Mensch sitzt wieder in der Sprechstunde von Dario Frank oder anderen Medizinern .

Dass Bluthochdruck auch in Eschweiler und seinem Krankenhaus ein Problem darstellt, wissen der Chefarzt und seine Kollegin sehr gut: „Rund 80 bis 90 Prozent aller Patienten hier im St.-Antonius-Hospital stehen in irgendeiner Form wegen Hypertonie unter Therapie.“ Manche Menschen, die hier eingewiesen werden, haben den Weg aus ihren Problemen noch nicht gefunden – weil sie die Symptome verdrängen, vielleicht nicht darüber Bescheid wissen oder halt die Tabletten nicht wie vom Arzt empfohlen einnehmen.

Wobei es nach der Erfahrung von Dario Frank nicht immer gleich Medikamente sein müssen: „In manchen Fällen lässt sich auch durch Nikotinverzicht, Gewichtsabnahme und mehr Bewegung etwas erreichen.“ Die Gefahren liegen nicht nur für die Experten auf der Hand: „Durch Bluthochdruck steigen die Risiken auf Schlaganfall, Herzinfarkt, Arteriosklerose und Nierenschäden beträchtlich“, weiß Angela Müller.

Diese und noch andere Erkenntnisse haben die Mitglieder des Teams des St.-Antonius-Hospitals am Donnerstag mit sehr viel Engagement und mehr als einem Quäntchen Charme unters Volk gebracht – einladend von der Sprache wie vom restlichen Auftreten her.

Dabei konnten die Interessenten nicht nur Mess- und Therapiegeräte kennen lernen, sondern kosten- und zwanglos Stoff zum Nachdenken daheim mitnehmen. Wie zum Beispiel die Anregung von Dario Frank, doch mal die eigene Ernährung unter die Lupe zu nehmen: „Wir nehmen viel zu viel Kochsalz zu uns, zum Beispiel in der Wurst.“

Wen wundert’s: Auch so können sich Herr und Frau Normalverbraucher einen saftigen Bluthochdruck einbrocken.

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