Eschweiler - Evergreen seit 60 Jahren: Mister Pumpernickel

Evergreen seit 60 Jahren: Mister Pumpernickel

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Sein Gesicht ist vielen Genera
Sein Gesicht ist vielen Generationen bekannt: Der Entertainer Chris Howland betritt am 25. Januar die Bühne des Eschweiler Kulturzentrums. Foto: imago/Strussfoto

Eschweiler. „Mister Pumpernickel” besucht am Mittwoch, 25. Januar, die Indestadt. „Yes, Sir!” heißt sein Programm, mit dem er ab 20 Uhr im Kulturzentrum Talbahnhof auf der Bühne steht.

Leicht britisch unterkühlt und mit Pokerface zu plaudern oder zu singen, ist Chris Howlands unveränderliches Markenzeichen. Seit sechs Jahrzehnten sitzt und steht Chris Howland hinter dem Mikrofon und vor der Kamera - oder auf der Bühne.

Typischer Akzent

Dem unverwechselbaren „Heinrich Pumpernickel”, der seinen typischen Akzent nicht abgelegt hat, war die Show-Karriere schon in die Wiege gelegt worden. Als er am 30. Juli 1928 in London das Licht der Welt erblickt, produziert sein Vater Alan, Leiter der Kinderfunkredaktion bei BBC, eine sehr erfolgreiche Hörfunkserie. Seine Großmutter ist als eine der ersten englischen Rundfunksprecherinnen bekannt. Und Mutter Howland, von Beruf Fotografin, macht von ihrem Söhnchen im Babyalter Aufnahmen, die überall in England auf Anzeigenseiten der Zeitungen prangen.

So wird Chris bereits als Baby zum Werbestar. Als Kind und Heranwachsender lebt er auf dem Land. Dort wird er zum Imker ausgebildet. Heute ist Chris Howland also der einzige Showmaster, der wirklich etwas von Bienen versteht. Sein Plan, Tierarzt zu werden, scheitert am Zweiten Weltkrieg. Er wird zum Militär eingezogen und kommt so zum Show Business.

Hamburg erste Station (1948): Rundfunksprecher und Discjockey beim Soldatensender „British Porces Network” (BFN). Ein Wunsch- konzert, von Funkhäusern in Hamburg und London gesendet, bringt Woche für Woche 30 Millionen Zuhörer, macht Howlands Namen in England zum Begriff. Später wird er mit 400 TV-Sendungen beim Privatsender Granada zu einem der beliebtesten Quizmaster Englands.

Seine deutsche Rundfunk-Karriere beginnt er 1952 als Plattenplauderer beim ehemaligen NWDR in Hamburg und beim WDR in Köln mit Sendungen wie „Spielereien mit Schallplatten”, die er auch seit 2004 wieder jeden Sonntag bei WDR-4 präsentiert. Im Fernsehen gehts mit dem Publikumsliebling in 1961 steil aufwärts - mit „Vorsicht Kamera” und „Musik aus Studio B”.

Erfolgreicher Sänger

Als Sänger macht er Karriere mit (unter anderen) „Das hab ich in Paris gelernt”, „Fraulein”, „Die Mutter ist immer dabei”, „Hämmerchen Polka” und als Filmschauspieler unter anderem im „Ball der Nationen”, „Winnetou”, „Der Schut”, „Durchs wilde Kurdistan”, „In Reich des Silbernen Löwen”, „Der Henker von London” und 2006 in „Neues vom Wixxer”.

Als Buchauthor setzt sich das Multitalent an den heißgeliebten Computer und schreibt 1995 ein Buch mit Erzählungen: „Happy Days?” Kritiker begrüßen den Start in ein neues Metier mit Lobeshymnen. Weitere Bücher folgen, unter anderem seine Autobiographie.
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