Evangelische Frauenhilfe feiert ihr 75-jähriges Bestehen

Von: Silke Peters
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Kreis Aachen. Wer in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag feiert, hat wichtige Ereignisse der deutschen Geschichte erlebt: den Zweiten Weltkrieg, die 68er und die Wiedervereinigung - um nur einige Beispiele zu nennen. Auf ein bewegtes Dreivierteljahrhundert kann aber auch die Evangelische Frauenhilfe Kreisverband Aachen zurückblicken.

Aus dem ganzen Kirchenkreis Aachen waren deshalb Frauen nach Stolberg gekommen, um hier gemeinsam mit den Vorsitzenden Roswitha Rienäcker und Christa Schnapp das 75-jährige Bestehen zu feiern. Insgesamt 32 Gruppen der Frauenhilfe gibt es im Kreisverband Aachen, der sich von Baesweiler-Setterich im Norden bis nach Blankenheim in der Eifel erstreckt.

Gratulant Bruckhoff

Zu den Gratulanten gehörte auch Pfarrer Hans-Peter Bruckhoff, Superintendent des Kirchenkreises Aachen. Gerade die gute Vernetzung der Frauen sei eine Stärke der Frauenhilfe, so Bruckhoff. „Ich stelle fest, dass die Frauenhilfe ein ganz lebendiges Netzwerk ist”, sagte er. Die aktiven Frauen übernähmen in den Gemeinden wichtige Aufgaben. „Sie sind das menschenfreundliche Gesicht unserer Kirche”, beschrieb Bruckhoff. In „ganz unterschiedlichen Zeiten” hätten sich die Frauen der Frauenhilfe immer wieder gefragt, „wo diene ich dem Leben?”. Dabei sei die Frauenhilfe immer „nah an den Menschen”, betonte Bruckhoff.

Die besten Wünsche des Landesverbandes der Evangelischen Frauenhilfe im Rheinland überbrachte die Vorsitzende Rosmarie Hadr. Während bei Gründung der Frauenhilfe viele Frauen eine ehrenamtliche Aufgabe gesucht hätten, seien inzwischen viele Frauen berufstätig, so dass für die Arbeit in der Frauenhilfe wenig Zeit bleibe, zeigte sie eine wesentliche Veränderung auf. Die Idee, aus christlicher Nächstenliebe zu helfen, sei aber noch immer aktuell. „In der Ausführung hat sich ganz viel verändert. Im Kern aber nicht. Die Notwendigkeit ist im Prinzip dieselbe geblieben”, so Hadr. Und: „Unsere Frauen sehen Not und packen an.”

Hilfe und Gleichberechtigung

1934 hatte Emmi Welter die Frauenhilfe in Aachen gegründet. Neben der Hilfe für Arme ging es ihr auch um die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Heute stehen vor allem globale Projekte im Fokus, so Roswitha Rienäcker, die dem Kreisverband Aachen seit 2008 vorsteht.

Die Aktivitäten der Frauenhilfe reichen von diakonischer Arbeit in der Gemeinde über Projekte der Flüchtlings- und Migrantenhilfe bis zu Fragen der Entwicklungspolitik.

Auch am Kreisverband Aachen sind die gesellschaftlichen Entwicklungen nicht vorbeigegangen. „Frauen vor Ort können in größerem Rahmen kaum noch tätig werden”, sagte Roswitha Rienäcker.

Gerade deshalb sei es wichtig, neben den wöchentlichen Gruppen in den Gemeinden auch neue Wege zu gehen und neue Projekte gezielt bekannt zu machen
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