Europaverein zieht Jahresbilanz: Winfried Böttcher als Berater im Team

Von: ran
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Namhafte Verstärkung: Professor Dr. Dr. Winfried Böttcher (rechts), Gründer des Europastudiengangs an der RWTH Aachen, ist nun Mitglied des Europavereins „Gesellschaftspolitische Bildungsgemeinschaft“ und ebenso Mitglied des Direktoriums des Europäischen Sozialpreises. Der GPB-Vorsitzende Peter Schöner begrüßte den neuen wissenschaftlichen Berater gut gelaunt während der Jahreshauptversammlung im Hotel de Ville. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Es knirscht derzeit gewaltig im Gebälk des „Hauses Europa“! Eine Tatsache, vor der auch die Mitglieder des Europavereins „Gesellschaftspolitische Bildungsgemeinschaft“ keinesfalls die Augen verschließen.

Der Vorsitzende Peter Schöner begrüßte nun seine Mitstreiter zur Jahreshauptversammlung im Hotel de Ville und erinnerte dabei an das erste Abkommen von Schengen, mit dem die Benelux-Staaten, Frankreich und Deutschland den schrittweisen Abbau der Kontrollen an den gemeinsamen Grenzen vereinbarten, und dessen Vertragsunterzeichnung sich am 14. Juni zum 30. Mal jährte: „Dieses Erbe ist heute mehr denn je durch diejenigen gefährdet, die die Uhren zurückdrehen wollen“, so die Kritik von Peter Schöner. In Sachen Flüchtlings- und Migrationspolitik gelte es, nach der Öffnung der Binnengrenzen innerhalb der Europäischen Union nun auch eine „gemeinsame und passende Asylpolitik“ anzustreben.

„Diejenigen, die behaupten, dass die Migration ein Problem ist, das durch die Schließung von Grenzen gelöst werden kann, sagen nicht die Wahrheit“, betonte der GPB-Vorsitzende. Wichtigste Priorität innerhalb der EU aber müsse sein, die 18 Millionen Arbeitslosen der Eurozone wieder in Lohn und Arbeit zu bringen. „Die Politiker auf nationaler und europäischer Ebene sind aufgerufen, mutige Entscheidungen zu treffen und den Menschen zu erklären, warum wir eine tiefere fiskalische und politische Integration in der Eurozone benötigen, um Zukunftsperspektiven für alle sicherzustellen“, schloss Peter Schöner seine Ausführungen.

Der einstimmigen Entlastung des Vorstands war der Rückblick auf das Jahr 2014 vorausgegangen, das unter anderem im Zeichen der „Europaforen Frankreich und Spanien“, der Ausstellung „Diktatur und Demokratie im Zeitalter der Extreme“, der Verleihung des Europäischen Sozialpreises an Polizeihauptkommissar Herman Carl sowie der Unterstützung der Heimatgesellschaft „Euregio Sandzak“ im „Vierländereck“ Montenegro, Serbien, Kosovo sowie Bosnien-Herzegowina stand. Hocherfreut hieß Peter Schöner dann mit Professor Dr. Dr. Winfried Böttcher den Gründer des Europastudiengangs an der RWTH Aachen als Neumitglied in den Reihen der GPB willkommen. Dieser wird in Zukunft als wissenschaftlicher Berater sowie als Direktoriumsmitglied des „Europäischen Sozialpreises“ dem Europaverein zur Verfügung stehen.

Abschließend folgte ein Ausblick auf die zweite Hälfte des Jahres 2015: Traditionsgemäß am 3. Oktober wird die Verleihung des Europäischen Sozialpreises im Ratssaal des Eschweiler Rathauses erfolgen. Preisträger wird in diesem Jahr Heinz Jussen, Initiator des Friedenslaufs „Flame for Peace - Jugend macht Europa“, sein.

Bereits am Freitag, 7. August, steht ein weiterer von der GPB organisierter Besuch einer chinesischen Delegation in der Indestadt auf dem Programm, bei dem die Gäste aus dem Reich der Mitte das Projekt „Trans-Eurasia-Express“, eine Güterzugverbindung zwischen China und Deutschland, vorstellen werden (Anmeldung für Interessenten dringend erforderlich, weitere Informationen unter www.gpb-europaverein.de).

Am Freitag, 13. November, ist die GPB schließlich bei der Konferenz „Die Zukunft der grenzübergreifenden Zusammenarbeit in Europa“, die von der Arbeitsgemeinschaft der Europäischen Grenzregionen (AGEG) präsentiert wird, vertreten.

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