Europäischer Sozialpreis für Heiner Buttenberg

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Trafen sich gestern in Meckenheim: Sozialpreis-Direktoriumsmitglied Annelene Adolphs, Vorsitzender Peter Schöner, Bürgermeister Bert Spilles, Heiner Buttenberg, Direktoriumsmitglied Vasilis Vavouras und Stiftungsmitarbeiter Rainer Roepke (von links). Foto: Rudolf Müller

Eschweiler/Meckenheim. Dass gleich drei Mitglieder des Direktoriums Europäischer Sozialpreis - Peter Schöner, Annelene Adolphs und Vasilius Vavouras - nach Meckenheim gereist waren, um Heiner Buttenberg den Europäischen Sozialpreis 2009 anzutragen, freute auch Bert Spilles.

Dem Bürgermeister der Stadt, in der Heiner Buttenberg seit 20 Jahren verwurzelt und als „echter Macher” bekannt ist, war es eine Freude, dem zu Ehrenden im Namen von Rat und Verwaltung gratulieren zu dürfen.

Buttenberg, einst Jetset-Koch auf Mallorca und Hotelier in Meckenheim, der nun in Rumänien mehrere Kinderheime und weitere soziale Einrichtungen betreibt, sei ein „leuchtendes Beispiel dafür, was man bewegen kann, wenn man´s nur anpackt”, so Spilles. „Ich hoffe, dass dieser Preis viele Bürger auf die Stiftung aufmerksam macht und dazu bringt, Patenschaften zu übernehmen.”

Heiner Buttenberg selbst freut sich ebenso auf die Auszeichnung, die ihm am 3. Oktober im Eschweiler Ratssaal verliehen wird: „Ich bin stolz darauf, dass nach zehnjähriger Arbeit Anerkennung kommt, was sonst selten ist. Zwar klopft einem ab und zu einer auf die Schulter - aber die Spendengelder werden von Jahr zu Jahr weniger.”

Vor zehn Jahren war Buttenberg nach einem Fernsehbericht über das Elend rumänischer Straßenkinder nach Temeszvar gereist, hatte später dort ein kleines Kinderheim gegründet. Weitere folgten. „Wenn da wieder ein Kind vor einem steht, das kein Zuhause hat, kann man doch nicht nein sagen. Und dann brauchen die Kinder nicht nur ein Dach über dem Kopf und gutes Essen, sondern auch medizinische Versorgung, Ausbildungs- und Arbeitsplätze...”

Heute betreibt die Heiner-Buttenberg-Stiftung neben Kinderheimen und Ausbildungswerkstätten eine Sozialküche für 128 Kinder, einen Kindergarten, ein Kinderferienheim, eine Zahnarztpraxis und unterstützt eine Kinderkrebsstation. „Noch immer gibt es Eltern, die sich aus wirtschaftlichen Gründen ins Ausland absetzen und ihre Kinder unter falschem Namen einfach in einem Krankenhaus abgeben. Von dort kommen sie dann in staatliche Kinderheime - und dort herrschen nach wie vor grauehafte Zustände”, betont Buttenberg. Dagegen herrschen in seinen Heimen geradezu paradiesische Zustände. Dafür sorgt er persönlich: Zwei Wochen pro Monat kümmert sich Heiner Buttenberg selbst vor Ort um alles, was zu tun ist.

Mit dem Sozialpreis reiht sich Heiner Buttenberg ein in eine lange Liste von Preisträgern - von Petra und Heinz Brocks (Hilfe für Tschernobyl-Opfer und Buschmann-Kinder in Namibia) über Karl-Heinz Schmadalla, den Gründer des Fördervereins Schwerkranke Kinder, und Cellist Thomas Beckmann, der Obdachlosen hilft, bis zu Dr. Reinhard Eroes, der JKinder in Afghanistan medizinisch betreut, Dr. Rupert Neudevlk, den Gründer des Komitees Cap Anamur und der Grünhelme e.V., und Professor Smail Cekic, Genozidforscher von Weltruf.

Bert Spilles: „Was die Preisträger ausmacht, ist: Bedürftigkeit sehen, was viele nicht tun, und anpacken!”

Wer rumänischen Kindern über die Heiner-Buttenberg-Stiftung helfen möchte, kann dies tun mit einer Spende auf das Konto 21 212 121 bei der Raiffeisenbank Rheinbach Voreifel eG, Bankleitzahl: 370 696 27.
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