Euregiobahn rollt bald nach Langerwehe

Von: Christoph Hahn
Letzte Aktualisierung:
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Rote Warntafeln signalisieren: Bis hierher und nicht weiter! Noch knapp drei Monate dauert es, bis die Euregiobahnstrecke Weisweiler - Langerwehe eröffnet wird.

Langerwehe/Weisweiler. Der große Tag rückt immer näher: Voraussichtlich am 10. Juni soll das Eröffnungsfest für die rund 2,5 Kilometer lange Neubaustrecke der Euregiobahn von ihrem bisherigen Endpunkt in Weisweiler bis zum Bahnhof Langerwehe steigen.

Dort sorgen im Moment Bautrupps im Auftrag des in Stolberg ansässigen Infrastruktur-Unternehmens „Euregio-Verkehrsschienennetz” (EVS) dafür, dass die Dieseltriebwagen von DB Regio auch tatsächlich bis zum Bahnsteig durchrollen können. Bis die Prominenten anrücken und mit Sekt auf die Verlängerung anstoßen, werden alles in allem rund 18 Millionen Euro verbaut worden sein, verrieten die EVS-Geschäftsführer Thomas Fürpeil und Christian Hartrampf.

Dabei geht es nicht nur um das Gleisbett der neuen Strecke mit Schotter und anderen Materialien, die halt dazugehören. Es geht auch nicht ausschließlich um die mehr oder minder spektakulären Bauwerke, obwohl es da mit dem knapp 300 Meter langen Tunnel, durch den die Schienen in den Bahnhof Langerwehe hinein geführt und an die Hauptstrecke Aachen-Köln angebunden werden, eines der eher auffälligen Sorte gibt.

Vielmehr geht es auch um die behindertengerechte Ausstattung der Perrons, um den Bau von Bushaltebuchten sowohl in Weisweiler als auch in Langerwehe und um den Bau von Park-and-Ride-Anlagen, die mit 120 (Langerwehe) beziehungsweise 80 Parkplätzen.

Auch für Fahrradfahrer soll gesorgt sein, in Langerwehe außerdem für Biker. Nur eines gibt es an der verlängerten Euregiobahn nicht: Zwischenhalte.

Die ganze Bauphase, so EVS-Vertreter Hartrampf, sei fast ganz ohne Probleme verlaufen. So genanntes „drückendes Wasser” im Langerweher Tunnel habe durch den Einbau einer Rinne aufgefangen werden können.

Und als die Arbeiter nahe des Tunnelmundes auf der Seite gen Weisweiler in einem kleinen Wald auf einen alten Bauwagen voller Bienenstöcke stießen, wurde rasch für Abhilfe gesorgt: Von einem Schreiner ließ die EVS dem Imker ein neues Anwesen für seine Honig sammelnden Tierchen bauen.

Der Handwerker seinerseits soll übrigens von seiner Konstruktion so ergriffen gewesen sein, dass er zu den Infrastruktur-Spezialisten gerührt bemerkt haben soll: „So etwas Schönes habe ich noch nie gebaut.”

Mit der Neubau-Strecke (die ersten planmäßigen Züge sollen am 14. Juni rollen) sind die ehrgeizigen Pläne von EVS, DB Regio und Aachener Verkehrsverbund für das Dürener Land übrigens noch nicht abgehakt. Schon Mitte Dezember sollen, so Christian Hartrampfs Mit-Geschäftsführer Thomas Fürpeil die Dieseltriebwagen nach Düren durchstarten.

Doch selbst über diesen Punkt denken die Vertreter des Infrastruktur-Unternehmens schon hinaus. Vorsorglich haben sie schon mal beim Land Mittel beantragt, um die dicht befahrene Hauptstrecke Richtung Kreisstadt um ein drittes Gleis zu erweitern und so mehr Pünktlichkeit gewährleisten zu können.
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