Eschweiler - Euregiobahn: Eine weitere Scheibe der „Salami”

Euregiobahn: Eine weitere Scheibe der „Salami”

Von: Patrick Nowicki
Letzte Aktualisierung:
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Scherenschnitt: Politiker und Vertreter der Euregiobahn eröffnen offiziell den neuen P&R-Platz in Weisweiler.

Eschweiler. Die Schere war am Dienstag ein beliebtes Instrument: Gleich zwei Mal schritten Politiker zur Tat und zu einer Eröffnung. Zunächst übergaben sie den Kreisverkehr an der Dürwisser Straße seiner Bestimmung, dann folgte die offizielle Freigabe des P&R-Platzes an der Euregiobahn in Weisweiler.

Beide Baumaßnahmen seien wichtig auf dem Weg zu einer „geordneten städtebaulichen Anbindung”, betonte der Technische Beigeordnete Herrmann Gödde.

Dass in Weisweiler der Verkehr noch lange nicht im Sinne der Stadtväter geregelt ist, ließ Bürgermeister Rudi Bertram während der Feierstunde durchblicken: „Als ich das Band für den Kreisverkehr an der Autobahnbrücke durchschnitt, sah ich weitere Kreisverkehre in Weisweiler”, spielte er auf den Wunsch der Stadtverwaltung und der Kommunalpolitiker an, Weisweiler mit einem Kreisverkehr an die Landesstraße 11 und die Ortsumgehung anzubinden. Dem allgemeinen Gelächter fügte der Verwaltungschef ernst hinzu: „Wir werden dort nicht locker lassen.”

Die beiden nun erledigten Baustellen öffnen in der Tat neue Perspektiven. Die neugestaltete Dürwisser Straße mit einem kombinbierten Geh- und Radweg sowie der nun fertiggestellte Kreisverkehr und die Brücke, die zum Gewerbegebiet „In der Krause” führt, erhöhen die Sicherheit erheblich und verbessern die Anbindung der Gewerbebetriebe. Die Gesamtkosten schlagen mit 3,3 Millionen Euro zu Buche, alleine 1,5 Millionen Euro stammen aus der Stadtkasse.

Dem gegnüber muten die 520.000 Euro für den P&R-Platz am Euregiobahn-Haltepunkt Weisweiler bescheiden an, zumal die Stadt lediglich knapp 100.000 Euro besteuern musste. 60 Parkplätze stehen dort zur Verfügung.

Durch drei Haltepunkte gelingt auch der Umstieg von Bus auf Bahn leichter. Herrmann Gödde machte jedoch deutlich, dass damit noch nicht alle Hausaufgaben für die Betreiber der Euregiobahn erledigt sind. Auch in Aue, St. Jöris und vor allem am Hauptbahnhof sollen noch P&R-Plätze entstehen.

Einen weiteren Wunsch auf dem Zettel des neuen Beigeordneten nahm der AVV-Geschäftsführer Hans Joachim Sistenich auf: die Ringbahn. Nach dem Anschluss der Euregiobahn im Dezember dieses Jahres soll mit dem Bau begonnen werden. Auch St. Jöris soll einen Haltepunkt erhalten. Allerdings erinnerte er daran, dass der Weg der Euregiobahn durchaus steinig war: „Wir haben am Anfang gemeinsam die Ärmel hochgekrempelt, um die Schiene für die Region zu retten.”

Als Finanzierungsschwierigkeiten beim Land auftraten, habe man zu einer „Salami-Taktik” gegriffen. In kleinen Schritten habe man trotz einiger Nachteile durch den nicht fortlaufenden Ausbau seine Ziele erreicht: „Wir haben viele Probleme inzwischen behoben und bewegen uns in Eschweiler auf einem hohen Qualitätsniveau.”

Auf dem P&R-Platz in Weisweiler sind die Bauarbeiter noch nicht fertig: Im nächsten Jahr sollen dort fünf weitere Fahrradboxen aufgestellt werden, die gemietet werden können. Allerdings wird man dafür kein symbolisches Band in Stadtfarben durchschneiden.
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