ESW-Röhrenwerke: Entlassungen ab Mitte Februar

Von: tob
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Eschweiler. Im Rahmen des Sanierungsplans der ESW-Röhrenwerke folgt ab Montag der nächste Schritt. Dann wird das vorläufige Verfahren zu einem eröffneten, ein formell notweniger Schritt, wie Sanierungsberater Martin Lambrecht auf Anfrage unserer Zeitung am Freitag erklärte.

Konkrete Zahlen, wie viele Menschen ihre Arbeit bei den ESW-Röhrenwerken verlieren werden, gebe es derweil noch nicht.

„Es läuft alles wie geplant“, erklärt Martin Lambrecht. Das Insolvenzverfahren, das die Firma gewählt hat, gibt es seit 2012. Die Geschäftsführung bleibt dabei an der Spitze des Unternehmens, jedoch wird ein Sanierungsberater zur Seite gestellt – in diesem Fall eben Martin Lambrecht aus Düsseldorf.

Die ESW-Röhrenwerke beantragten als erste Maßnahme das Insolvenzgeld. Das bedeutet, dass die Löhne für drei Monate von der Arbeitsagentur übernommen werden, um dem Unternehmen etwas Luft zum Atmen zu verschaffen. Ende Januar läuft die Zahlung des Insolvenzgeldes aus.

Dass Mitarbeiter gehen müssen, sei klar, sagte Lambrecht am Freitag erneut. Es werde mit dem Betriebsrat und der IG Metall derzeit über „weiche Lösungen“ diskutiert, wie Lambrecht erklärte. Will heißen: Es soll – so der derzeitige Stand – eine Transfergesellschaft geben. Das bestätigte Martin Peters, Geschäftsführer der IG Metall Eschweiler/Stolberg am Freitag. Das Konzept stehe noch nicht fest. Er betonte zudem, dass der Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling sämtliche Fördermöglichkeiten aufgezeigt habe.

Bis spätestens zum 20. Februar soll der Sanierungsplan stehen. Auch konkrete Zahlen sollen dann genannt werden, wie viele der 298 Arbeitnehmer des Unternehmens, das sich auf die Herstellung nahtlos warmgewalzter Stahlröhren spezialisiert hat, ihren Arbeitsplatz verlieren.

Die ESW-Röhrenwerke leiden unter dem Einbruch des Ölpreises. Für 2016 gehen Experten zwar nicht von einer Besserung aus, es wird jedoch erwartet, dass der Ölpreis im Jahr 2017 wieder steigt – und somit auch Firmen wie die ESW-Röhrenwerke wieder profitieren.

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